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SV 49 Eckardtshausen e.V.

D-Juniorinnen : Spielbericht

Verbandsliga D-Juniorinnen Staffel 3
3. Spieltag - 27.09.2026 12:00 Uhr
ESV Lok Meiningen   SV 49 Eckardtshausen
ESV Lok Meiningen 12 : 1 SV 49 Eckardtshausen
(5 : 0)

Spielstatistik

Tore

Linea Adelmann

Zuschauer

40

Torfolge

1:0 (2')ESV Lok Meiningen
2:0 (10')ESV Lok Meiningen
3:0 (16')ESV Lok Meiningen
4:0 (20')ESV Lok Meiningen
5:0 (21')ESV Lok Meiningen
6:0 (34')ESV Lok Meiningen
7:0 (37')ESV Lok Meiningen
8:0 (38')ESV Lok Meiningen
9:0 (42')ESV Lok Meiningen
10:0 (43')ESV Lok Meiningen
10:1 (45')Linea Adelmann
11:1 (56')ESV Lok Meiningen
12:1 (59')ESV Lok Meiningen

Das gallische Dorf beim Thüringenmeister: Erstes eigenes Tor sorgt für Freude

14 Tage ist es her, als die Mädels vom Geißrainer ihren ersten Punktgewinn und eigenen Treffer im Heimspiel gegen die Favoritinnen des EFC 08 Ruhla (0:2) um Haaresbreite verpassten. Nun stand das statistisch betrachtet herausfordernste Auswärtsspiel des Fußballjahres auf dem Programm, denn der ESV Lok Meiningen lockte auf seinen Kunstrasenplatz am Maßfelder Weg. Die Meiningerinnen erreichten in der vergangenen Saison nicht nur den ersten Tabellenplatz in ihrer Verbandsligastaffel, sondern krönten sich in der Meisterrunde gegen Großschwabhausen (3:1) und Sonderhausen (4:0) zum Thüringenmeister, um Ende Juni gegen Merxleben (3:2) auch noch den Thüringenpokal zu gewinnen. Seit 2019 kürte sich der ESV Lok in wahrhaftig jeder Saison zur besten Mädelsmannschaft Thüringens im D-Juniorinnenbereich und ist damit DIE unangefochtene Frauenjugendmannschaft im Amateurbereich. Doch in diesem Jahr könnte sich ein Wechsel an der Spitze zugunsten Tiefenorts anbahnen, denn der ESV starteten mit einem hauchdünnen 5:4 in Ruhla sowie einer 1:8-Pokalniederlage beim VfB Oberweimar deutlich schwerfälliger in die Saison als gedacht.

 

Von beiden Tatsachen ließ sich Martin Reißig ganz und gar nicht beeinflussen, der schlichtweg auf die Leistung seiner Mannschaft blickte. Unter dem Motto: „Das ,gallische Dorf` zu Gast beim Thüringenmeister traten die Geißrain-Mädels freudig motiviert die weite Reise an und trafen auf torfreudige Gastgeberinnen. Dem SV 49 fiel es in der ersten Halbzeit sehr schwer, körperlich präsent dagegenzuhalten. Pia Langguth war frühe Nutznießerin der zaghaften Abwehrversuche und stellte auf 0:1 und 0:2 (2./10.). Der Eckardtshäuser Respekt schien letztlich größer zu sein als erhofft, was dem ESV Lok etliche Torgelegenheiten offenbarte. Lena Rohr (16./21.) und Sophie Kavassy (20.) sorgten schon nach knapp 20 Minuten für klare Verhältnisse von 0:5.

 

In der Halbzeitpause blieb Coach Reißig nichts anderes übrig, als ein paar klare Worte an seine Kickerinnen zu richten. Dabei ging es vor allem um das Zweikampfverhalten und die Gier, endlich einen eigenen Treffer erzielen zu wollen – volkommen egal, gegen welchen Gegner dies auch geschehen sollte. Mit Lukas Schmidts Wiederanpfiff – der im April dieses Jahres sogar schonmal ein Spiel der Geißrainer leitete (12:0 vs. Meimers) – sahen die Trainer nun deutlich griffigere Eckardtshäuserinnen, auch wenn Meiningen offensiv aufs Ganze ging. Vor allem die großgewachsene Lena Rohr erlebte einen Tag wie keinen Zweiten. Binnen acht Minuten erzielte sie einen lupenreinen Viererpack und stellte den Rückstand mal eben auf 0:9 (32./37./38./42.). Pia Langguth schickte direkt den nächsten Gegentreffer hinterher (0:10/43.). Dann aber kam sie, die historische 45. Spielminute: Ein langer Ball erreichte die schnelle Linea Adelmann, welche ihre letzte Gegenspielerin sichtlich unter Druck setzte. Erneut war Linea kurz davor, sehr früh den Abschluss suchen zu wollen, was Martin Reißig sekundenschnell erkannte und ihr ein lautes „Lauf weiter!“ zurief. Linea rannte in den Strafraum und sorgte mit einem flachen Abschluss in die linke Ecke für den allerersten Treffer unserer Eckardtshäuserinnen und dem gleichbedeutend ersten Treffer einer Geißrainer Mädelsjuniorenmannschaft überhaupt (1:10/45.). Den Teamkolleginnen war trotz des deutlichen Rückstandes die Freude anzusehen, schließlich haben die Mädels über Wochen auf diesen Moment hingearbeitet. Auch wenn Lena Rohr mit ihrem siebten Tagestreffer das 1:11 (56.) und Gwedolin Wenk das 1:12 (59.) folgen ließen, überwog der Hoffnungsschimmer des allerersten Tores – und das gegen niemand Geringeren als den über Jahre hinweg etablierten Thüringenmeister. Entsprechend selbstbewusst kann nun der Blick auf Ende November gerichtet werden, wo die Geißrainerinnen ihre letzten beiden Spiele des Kalenderjahres gegen Tiefenort (21. November 2026) und Waltershausen (29. November 2026) bestreiten.

 

(Arthur Seiler)

 

Karten:

keine

 

Schiedsrichter:

Lukas Schmidt


Quelle: Bilder: Vielen lieben Dank an Julia Reich!

Fotos vom Spiel