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SV 49 Eckardtshausen e.V.

1.Männer : Spielbericht

1. Kreisklasse Westthüringen Staffel 3
12. Spieltag - 08.03.2026 14:00 Uhr
SG SV GW Oechsen   SV 49 Eckardtshausen
SG SV GW Oechsen 4 : 0 SV 49 Eckardtshausen
(1 : 0)

Spielstatistik

Gelbe Karten

Dominik Kaßner, Marc-Kevin Kaßner

Zuschauer

60

Torfolge

1:0 (14')SG SV GW Oechsen
2:0 (69')SG SV GW Oechsen
3:0 (84')SG SV GW Oechsen
4:0 (87')SG SV GW Oechsen

Niederlage in Gehaus: Tabellenführer dominiert das Spiel

SG SV Grün-Weiß Oechsen – SV 49 Eckardtshausen 4:0 (1:0)

 

Tore:

1:0 Marlon Schlotzhauer (14.min)

2:0 Lucas Teichmöller (69.min)

3:0 Tim Wöhner (84.min)

4:0 Tim Wöhner (87.min)

 

Defensiv gesteigert, offensiv zu harmlos

 

Vorweihnachtliche Melodien zum Frühlingsbeginn? Die mitgereisten Eckardtshäuser haben sich nicht verhört – und so schallt es nach dem Schlusspfiff durch ganz Gehaus: „... lustig, lustig, tralalala, heut' waren die Oechsner mit dem Hammer wieder da, heut' waren die Oechsner mit dem Hammer wieder da!“ Es scheint eine sorgsam gepflegter Brauch zu sein, dass Siege der gastgebenden SG SV Grün-Weiß Oechsen – kurz „SG Rhönplateau“ – mit diesem gemeinschaftlich gesungenen Lied im Mannschaftskreis abgeschlossen werden. Im Sommer 2018 schlossen sich der SV Grün-Weiß Oechsen und der SV 1911 Gehaus zu einer Spielgemeinschaft zusammen. 2021 folgten der SV Wolf Wolferbütt und im vergangenen Jahr der FSV Blau-Weiß Völkershausen dem Zusammenschluss. Nach Frauensee, Meimers, Unterbreizbach, Langenfeld und Kaltenlengsfeld gab es für die Geißrainer Männer nun also in Gehaus das fünfte Pflichtspieldebüt seit Aufzeichnung der Statistiken im Jahr 2003 – eine waschechte Saison für Groundhopper. Für Liebhaber des ansehnlichen Fußballs liegt diese Saison allerdings weit unter dem Durchschnitt der vergangenen Spielzeiten.

 

Vom Hinspiel(punkt)erfolg gegen die nach wie vor tabellenführende SG Oechsen (2:2) bis zum heutigen Tag durchziehen den SV-49-Spielplan extreme Leistungsschwankungen: Kantersiege, hohe Pleiten, Kampferfolge, aber auch völlig überflüssig verlorene Aufeinandertreffen; all das fand seinen Höhepunkt zum Rückrundenauftakt bei der SG FSV Diedorf/Rhön II in Kaltenlengsfeld (1:4). Umso entschlossener appellierte Trainer Martin Reißig an seine Jungs, klaren Kopfes Bälle zu spielen, Räume vorausschauend dicht zu machen und die Rückwärtsbewegung nie aus dem Auge zu verlieren. Zwar kehrte der zuletzt erkrankte Benjamin Zirpel in die Mannschaft zurück, doch wegen Johannes Huhns Verletzung, Arthur Seilers Gelb-Rot-Sperre und Oday al-Hennawis Arbeit fehlten unter anderem drei weitere Stammspieler. Erneut rückten dafür die reaktivierten Marc Adelmann und Marcel Stauch ins Team. Stauch spielte in konditionellem Aufwind sogar erstmals seit acht Jahren 90 Minuten durch, zuletzt geschehen am 25. März 2018 beim 1:4 in Wenigenlupnitz.

 

Die Hausherren bestimmten vom Anstoß weg das Spiel. Niemand erwartete von den Geißrainern, Bäume ausreißen zu müssen. Man erinnere sich nur an den 1:0-Auswärtssieg 2024 in Großburschla zurück, bei dem die Jungs unter ähnlichen Umständen einen Dreier erkämpften. Geduldig kombinierten sich die Oechsner und Gehauser durch das Mittelfeld, versuchten mit Chipbällen ihre schnellen Vorderleute zu erreichen. Gefährlich wurde es erst, als Tommy Mengis einen Aufbaupass direkt in Marlon Schlotzhauers Füße spielte, Panagiotis Morkos im Eins-gegen-Eins aber bärenstark parierte (10.). Morkos war auch bei André Kretschmers Distanzschuss zur Stelle, den er im Nachgreifen fasste (11.). Steven Neumann setzte von Rechtsaußen das erste Lebenszeichen der Gäste, setzte seinen Flachschuss allerdings zu zentral an, um Nils Kleffel ernsthaft zu gefährden (13.). Praktisch im Gegenzug jubelten die Rhöner: Nach einem Ballverlust an der Seitenauslinie, zog Tim Wöhner an die Strafraumecke und spielte an den Sechzehner, wo Christian Bohl den Ball festmachte und zurücklegte. Marlon Schlotzhauer streichelte die Kugel mit der Innenseite in die rechte Torecke (0:1/14.). Defensiv erwies sich Eckardtshausen obgleich des Gegentreffers deutlich stabiler. Manchmal dauerte das Attackieren des freilaufenden Gegenspielers im Zentrum vielleicht zu lange, doch vor allem in puncto Rückwärtsbewegung zogen alle Jungs an einem Strang. Jonas Manß und Marcel Stauch hatten es trotz vieler Laufwege sehr schwer, die Abwehrkette zu überwinden. Die Hausherren hielten den Abstand zum Strafraum groß und waren Nutznießer eines fehlenden, präzisen wie auch schnellen Eckardtshäuser Umschaltspieles. Da Moritz Most freistehend am Kasten vorbeiköpfte und Christian Bohl das Leder über das leere Tor auf die weiten Feldhänge nagelte, blieb es beim knappen, verkraftbaren 0:1-Pausenrückstand (23./30.).

 

Zwischenfazit: „Das sieht ja gar nicht mal so schlecht aus.“ Angesichts der personell angespannten Ausgangslage und dem letztwöchigen Auftritt, brauchte zum Seitenwechsel niemand seinen Kopf in den Sand stecken. Leider verletzte sich Jonas Manß am rechten Sprunggelenk und musste die zweiten 45 Minuten auf der Wechselbank verfolgen. Marc Adelmann rückte dafür deutlich früher als von ihm erhofft ins Feld. Die SG Rhönplateau hatte sich augenscheinlich viel für den zweiten Durchgang vorgenommen und wollte den Sack schnell zumachen. Doch egal ob Eckball oder Freistoß: das Kunstleder wurde immer und ständig von den Geißrainern bereinigt. Darüber hinaus ertönte bei Tristan Buls zweimal ein Pfiff, obwohl der Ball im Tor lag. Einmal Foulspiel, einmal Abseits, war die folgerichtige Entscheidung (53./60.). Der Unterbreizbacher Unparteiische zeigte eine absolut reife Leistung, was nach den Ereignissen der Vorwoche wahrhaftig Balsam für die Fußballerseele war. Lucas Teichmöllers Sonntagsschuss aus 20 Metern war aber auch von Tristan Buls keinerlei Aberkennung hinzuzufügen. Er segelte hoch und senkte sich hinter Morkos ins Netz (0:2/69.). Kurz zuvor war Benjamin Zirpel bei Eckardtshausens größer Torchance einmal nah dran am Ausgleich, nur der Ball hoppelte nicht wie gewollt ins Netz, sondern aus zentraler Position Zentimeter am linken Pfosten vorbei (67.). Mit zunehmender Zeit schwanden die Kräfte bei den elf Geißrainern. Oechsen kam zu deutlich mehr Toraktionen, Morkos verhinderte vorerst aber Schlimmeres. Ein einziges Mal gelang Fabian Forejt ein Durchbruch auf der Gegenseite, scheiterte am herausgelaufenen Nils Kleffel (80.). Tim Wöhner ließ sich wenig später zentral bedienen und machte von halblinks ins kurze Eck den Deckel drauf (0:3/84.). Drei Minuten später legte der Angreifer aus zentraler Position nach und traf halbhoch zum Endstand (0:4/87.).

 

Am Ende mag sich die Niederlage aus Sicht der Reißig-Elf vielleicht ein Tor zu hoch anfühlen, angesichts der Spieldominanz geht das Ergebnis aber trotzdem in Ordnung. Auch, wenn die letzten beiden Gegentreffer bei angemessener Konzentration und Kondition verhindert hätten werden können, sollte nun das Auswärtsspiel beim Tabellenführer abgehakt werden. Defensiv haben die Jungs aus den Fehlern von Kaltenlengsfeld gelernt, offensiv müssen sie am kommenden Samstag, 14. März 2026, zu Hause gegen die SG Tiefenort II eine Schippe drauflegen. Es wird allerhöchste Zeit, den ersten Heimdreier in dieser Saison einzufahren!

 

(Arthur Seiler)

 

Aufstellung:

Panagiotis Morkos, Tommy Mengis, Fabian Forejt, Lukas Huhn, Dominik Kaßner, Benjamin Zirpel, Marc-Kevin Kaßner, Steven Neumann, Daniel Hering, Marcel Stauch, Jonas Manß (Marc Adelmann 46.min)

 

Karten:

Gelb – Marc-Kevin Kaßner

Gelb – Dominik Kaßner

SG Oechsen – 3mal Gelb

 

Schiedsrichter:

Tristan Buls


Fotos vom Spiel