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SV 49 Eckardtshausen e.V.

1.Männer : Spielbericht

1. Kreisklasse Westthüringen Staffel 3
16. Spieltag - 12.04.2026 15:00 Uhr
SG SV Borsch 1925 III   SV 49 Eckardtshausen
SG SV Borsch 1925 III 4 : 2 SV 49 Eckardtshausen
(1 : 2)

Spielstatistik

Tore

Benjamin Zirpel, Steven Neumann

Assists

Steven Neumann

Gelbe Karten

Dominik Kaßner, Marcel Stauch, Tom Haide

Zuschauer

45

Torfolge

0:1 (4')Steven Neumann
1:1 (34')SG SV Borsch 1925 III per Elfmeter
1:2 (44')Benjamin Zirpel per Elfmeter (Steven Neumann)
2:2 (53')SG SV Borsch 1925 III
3:2 (69')SG SV Borsch 1925 III
4:2 (83')SG SV Borsch 1925 III

Abnutzungskampf in der Rhön: Männer bieten in Geismar lange Paroli

SG SV Borsch 1925 III – SV 49 Eckardtshausen 4:2 (1:2)

 

Tore:

0:1 Steven Neumann (4.min)

1:1 Rudolf Fischer FE (34.min)

1:2 Benjamin Zirpel FE (44.min)

2:2 Andreas Schwert (53.min)

3:2 Matteo Ruhl (69.min)

4:2 Niclas Klein (83.min)

 

Für gute Leistung nicht belohnt

 

Da staunte eine kleine Gruppe unermüdlicher „Geißrainer“ nicht schlecht: Wer den Anfahrtsweg nach „Geismar“ über „Geisa“ nahm, entdeckte auf einem Straßenschild die Namensbezeichnung „Großer Geisrain“. Sollte es etwa bei der zweitlängsten Auswärtsreise in den äußerst südlichen Wartburgkreis zu Gebietsansprüchen kommen? Nein, ganz und gar nicht! Während sich der Eckardtshäuser Rain (Waldrand) wortwörtlich auf die weibliche Hausziege bezieht – unverkennbar auf den Bauchlogos der blau-gelben Trikots zu sehen –, leiten sich Großer Geisrain, Geisa und auch Geismar allesamt vom alten Bachnamen der UlsterGeisaha“ ab. Diese fließt dementsprechend durch das Tal dieses Raines – und genau dort befindet sich ebenfalls der schmucke Sportpark „Zum Königsweg“ des SV Geismar 1952, dessen blau-gelbes Wappen keine Geiß, sondern ein röhrender Hirsch ziert. Auch wenn diverse Straßensperrungen die Anreise beschwerlich gestalteten, frischten perfekte Platzbedingungen die Laune etwas auf. Die Hausherren von der SG SV Borsch 1925 III – bestehend aus Spielern der Heimatvereine Borsch, Buttlar und eben Geismar – überzeugten bis hierhin nicht nur mir ihrer fast makellosen Heimbilanz (sechs Spiele, fünf Siege und zuletzt ein Remis gegen die SG Vacha III), sondern auch bei ihrem 5:0-Hinspielsieg. Mit zwei Spielen Rückstand und nur einem Remis und einer Niederlage haben die aktuell Zweiplatzierten Borscher noch alle Chancen auf den Aufstieg und gingen demzufolge als Favorit ins Aufeinandertreffen.

 

An der Seitenlinie vertrat Marcel Knauer den heute verreisten Martin Reißig. Im Dreiergespann mit den Führungsspielern Tommy Mengis und Marc-Kevin Kaßner war er sich einig, mit einer stabilen Defensivleistung den Grundstein zu legen. Doch bevor die Gastgeber überhaupt in Erscheinung traten, hätten die Geißrainer bereits in Führung liegen können. Tommy Mengis schickte Arthur Seiler mit einem Schlag vom Anstoßpunkt auf die Reise, dessen Querpass ins Zentrum in letzter Sekunde geklärt wurde (1.). Beim anschließenden Eckball kratzte Torwart Eric Hohmann Seilers Kopfball aufs kurze Eck von der Linie (2.). Gestärkt von den eigenen Möglichkeit, war Eckardtshausen drin im Spiel. Borsch III brachte sich vor allem im Aufbauspiel um den Preis, wo Hering, Stauch und Neumann die Wege perfekt zuliefen. Energisch luchste Steven Neumann Kapitän Rudolf Fischer die Kugel vom Fuß, zog dynamisch bis zum Elfmeterpunkt und nagelte das Gerät unter die Latte (1:0/4.). Mit seinem zehnten Saisontreffer machte er nicht nur die mitgereisten Zuschauer glücklich, sondern auch seine Torausbeute erstmals zweistellig. Die Hausherren reagierten mit wütenden Angriffsversuchen über ihren spielsicheren Ballsicherer- und verteiler Reimund Seng. Mit höchstem Fokus und proaktiver Zweikampfführung zogen alle Eckardtshäuser jedoch ihren Gegenspielern den Zahn. Eigentliches Ziel der Hausherren war es, ihre Außenbahnspieler einzubinden, Flanken zu provozieren und ihre Angriffsspieler die Linie entlang anzuspielen. Stattdessen störte erneut Steven Neumann seinen Gegenspieler, konnte den gewonnenen Ball diesmal aber nicht im Netz unterbringen (10.). Den ersten Geismarer Warnflachschuss gab Niclas Klein im Anschluss einer Ecke ab, Morkos parierte stark (12.). Anhand der Vielzahl an Ecken für die Gastgeber war erkennbar, wie körpernah Eckardtshausen verteidigte und abgrätschte. Vor allem Tommy Mengis, Dominik Kaßner und Lukas Huhn machten hinten reichlich Meter. Im Zentrum behielten Benjamin Zirpel und Tobias Hüttig vorne wie hinten die Übersicht. Umso bitterer fühlte sich Thomas Schmidts Strafstoßpfiff bei Seilers Zweikampf gegen Klein an, der eine leichte Fußberührung fallend annahm. Rudolf Fischer schickte sein Gegenüber in die falsche Ecke und traf zum Ausgleich (1:1/34.). Doch die Geißrainer blieben auch nach der fünfminütigen Oberwasserphase des Gegners hochkonzentriert bei allen Angriffen. Bis auf einen Schuss von Michael Vogt, ließen sie bis in den Strafraumraum weiterhin wenig zu und sorgten bei den Hausherren für Trotz und Jähzorn. Der Lohn war Neumanns erneuter Ballgewinn und ein Ellbogentreffer im Gesicht, alles innerhalb des Sechzehners. Thomas Schmidt entschied zum zweiten Mal auf Elfmeter, diesmal zugunsten des SV 49. Eric Hohmann ahnte zwar die richtige Ecke, was bei Benjamin Zirpels perfekter und präziser Schusshaltung aber rein gar nichts änderte (2:1/44.).

 

Es war eine kollektive Mannschaftsleistung, mit der sich die Gäste ihre Pausenführung wirklich verdienten; das perfekte Gleichgewicht zwischen offensiver und defensiver Unangenehmheit. Diesen Fokus über weitere 45 Minuten aufrechtzuerhalten und den schwindenden Kräften gegen nominell breiter aufgestellte Geismarer zu entgegnen, war oberstes Ziel. An der gegnerischen Ausrichtung änderte sich wenig. Leidliglich die Durchschlagskraft wurde aus ebenjenem Konditionsvorteil zunehmend ernstzunehmender. Bis zur 53. Minute sahen die knapp 50 Zuschauer keinerlei Spielabweichung zur ersten Halbzeit, bis eine in dieser Form unfreiwillige Bogenlampe neuen Schwung ins Leben der der SG Borsch III brachte. Andreas Schwert brachte einen geklärten Ball direkt zurück aufs Tor und verdutzte alle Beteiligten damit, wie sein Schuss hohen Bogens hinter Panagiotis Morkos einschlug (2:2/53.). Es war der berühmte Ausgleich aus dem Nichts, zumindest in dieser Form. Nun gab es für die Zweitplatzierten kein Halten mehr. Eckardtshausen blieb unangenehm und körperlich, war hier und da aber zunehmend einen Schritt zu spät. Vor allem bei Einwürfen und Pässen die Linie entlang hatten die Gegner Spielglück und -können. Erst parierte Morkos gegen Reimund Seng, wenig später war er bei Matteo Ruhls Dropkick über den Innenpfosten ins Netz chancenlos (2:3/69.). Für offensive Entlastung sorgten die Geißrainer mit vereinzelten Nadelstichen. Daniel Hering versuchte es aus der zweiten Reihe, Arthur Seiler im Eins-gegen-Eins mit dem herausgeeilten Eric Hohmann – beide ohne Erfolg. Auf der Gegenseite bekamen sie einen Ball nicht aus dem Strafraum geklärt, den Raphael Dücker auf Niclas Klein querlegte, welcher nur noch den Fuß dranhalten brauchte (2:4/83.). Zwar warfen die Gäste in den letzten Minuten nochmal alles nach vorne, bis ihre Bemühungen ein vorzeitiges, erschütterndes Ende. Der Geismarer Innenverteidiger Marvin Rübsam verletzte sie ohne gegnerische Einwirkung schwer am Knie, was nach langer Behandlungspause und späterer Abholung durch den Rettungswagen beide Mannschaften darauf einigen ließ, früher abzupfeifen. Wir wünschen Marvin von Herzen eine gute, schnelle und umstandsfreie Genesung!

 

Nach erstmals drei Siegen in Folge, steht nun eine 2:4-Niederlage zu Buche, die sich alles andere als ein Rückschlag anfühlt. Vielmehr überwiegt der Ärger, dass mit einem Schippen mehr Kraft und Konzentration sogar ein Unentschieden beim Tallenzweiten verdient gewesen wäre. Mit einer ebensolchen unangenehmen, körperlichen und fokussierten Leistung wie in den ersten 55 Minuten wird gegen jeden bevorstehenden Gegner Zählbares zu holen sein, damit schnellstmöglich eine neue Serie gestartet werden kann. Kommenden Samstag, 18. April 2026, ist die TuS Meimers zu Gast am „Waldrand mit der weiblichen Ziege im Namen“, wie wir ja nun alle wissen.

 

(Arthur Seiler)

 

Karten:

Gelb – Marcel Stauch

Gelb – Dominik Kaßner

Gelb – Tom Haide

SG Borsch III – 1mal Gelb

 

Schiedsrichter:

Thomas Schmidt

 

 

Ein abermalig großes Dankeschön an die liebe Jessie für die schönen Schnappschüsse!


Fotos vom Spiel