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SV 49 Eckardtshausen e.V.

1.Männer : Spielbericht

1. Kreisklasse Westthüringen Staffel 3
21. Spieltag - 30.05.2026 15:00 Uhr
SG Marksuhler SV II   SV 49 Eckardtshausen
SG Marksuhler SV II 1 : 6 SV 49 Eckardtshausen
(0 : 3)

Spielstatistik

Tore

3x Marc-Kevin Kaßner, Benjamin Zirpel, Daniel Hering, Steven Neumann

Assists

Arthur Seiler, Marc-Kevin Kaßner, Daniel Hering

Zuschauer

52

Torfolge

0:1 (29')Marc-Kevin Kaßner
0:2 (38')Daniel Hering (Arthur Seiler)
0:3 (43')Steven Neumann (Marc-Kevin Kaßner)
0:4 (54')Benjamin Zirpel
1:4 (63')SG Marksuhler SV II
1:5 (85')Marc-Kevin Kaßner
1:6 (87')Marc-Kevin Kaßner (Daniel Hering)

Halbes Dutzend in Förtha: Männer holen verdienten Derbysieg

SG Marksuhler SV II – SV 49 Eckardtshausen 1:6 (0:3)

 

Tore:

0:1 Marc-Kevin Kaßner (29.min)

0:2 Daniel Hering (38.min)

0:3 Steven Neumann (43.min)

0:4 Benjamin Zirpel (54.min)

1:4 Bastian Arnold (63.min)

1:5 Marc-Kevin Kaßner (85.min)

1:6 Marc-Kevin Kaßner (87.min)

 

Kuriose Treffer im Eltetaler Hitzekessel

 

Ungewohnte Bilder rund um Eckardtshausen, Wolfsburg-Unkeroda und Förtha: Motoren heulen, Reifen queitschen und Tagestouristen übersähen die ortsverbindenden Straßen (L3020 und L2115) aller Dörfer. Das 61. „Wartburg Rallye Festival“ hielt Einzug zwischen Kulturhaus, Milmesberg und dem Landschaftszug „Sand“. Womöglich einer der Gründe, weshalb sich gerade einmal 52 handgezählte Zuschauer in der Sportstätte Eltetal das Stichwort „Derbyzeit“ in den Kalender notiert hatten. Bei Temperaturen knapp über 26°C stand den Mannschaften dennoch ein hitziges Rückspiel des am Ostermontag ausgetragenen Hinspiels (4:0) bevor.

 

Nach zuletzt zwei spielfreien Wochenenden – resultierend aus dem auch auf unserer Webseite kommentierten Schiedsrichterstreik des KFA Westthüringens sowie dem Pfingstfest – schien Eckardtshausens Aufholjagd im Möhraer Fortuna-Park beinahe in Vergessenheit geraten zu sein. Dank einer geschlossenen und zielstrebigen Leistung knüpften Martin Reißigs Jungs den Gastgebern einen Punkt ab und waren trotz eines 0:2- und 1:3-Rückstandes nah dran am Auswärtssieg. Marcel Stauch avancierte mit zwei Treffern zum Matchwinner; heute saß er gemeinsam mit André Wawrzyniak im Renault Clio R3 Maxi und nahm mit der Startnummer 29 höchstpersönlich am Rallyegeschehen teil.

 

Mit den Worten: „Fußball kann so einfach sein“, verabschiedete Reißig seine Elf auf den Platz. Ziel war es, dass auch mit nur zwölf nominellen Spielern – darunter Aushilfskeeper Marcel Knauer – jeder Kicker auf jeder Position agieren könne und wisse, was zu tun ist. Dies stellten die Geißrainer in Möhra unter Beweis. Gegen die SG Marksuhl/Förtha II war in den Anfangsminuten wenig Durchkommen. Angeführt von Kapitän Maximilian Heß, ließen die Hausherren Eckardtshausens erste Offensivakzente verpuffen. Mit geduldigen Ballbesitzphasen suchte der SV 49 Lücken und Laufwege, sah sich aber einer energischen Verteidigunghaltung gegenüberstehen. Förtha wartete auf Fehler und ungenaue Ballannahmen, um den direkten Weg zum Tor zu suchen. Die erste Großchance resultierte aus exakt so einem Ballverlust: Bastian Arnold hob das Leder mit der Innenseite aus 35 Meter über den herausgeeilten Marcel Knauer, dieser sah sie zum Glück aller Geißrainer auf die Latte springen (15.). Ein Wachrüttler für alle Blau-Gelben, den Daniel Hering mit Eckardtshausens erster Top-Chance Taten folgen ließ. Christoph Senf köpfte eine Freistoßflanke zurück in den Fünfmeterraum, wo Hering gleich zweimal per Kopf am reaktionsschnellen Leon Pascal Reif scheiterte (20.). Eine knappe halbe Stunde blieb es ein Spiel, indem die Geißrainer geduldig anliefen, teils aber zu ungenau und unkreativ auftraten. Auf Förthaer Seite zog Stephan Vetter die Bälle an sich, wurde im Ballbesitz aber häufig von zwei bis drei Gegenspielern am Steckpass gehindert. Ein weiteres Mal egalisierte Marcel Knauer mit starker Rücklaufreaktion einen Fehler seiner Vordermänner im Aufbauspiel. Wie es dann häufig so ist, sollte ein „krummes Ding“ die mitgereisten Fans erlösen. Marc-Kevin Kaßner schoss einen zuvor abgeblockten Versuch auf den Kasten, welchen Jannes Mann mit ausgestrecktem Bein unhaltbar abfälschte. Arthur Seiler tat die gleiche Körperbewegung wie Gegenspieler Mann, war mit dem Fuß aber nicht mehr am Ball – Schiedsrichter Thomas Schmidt schien dennoch Seiler als Torschützen erkannt zu haben. [Lieber Marc, auf der Homepage sei dir dieser Treffer von Herzen gegönnt! (1:0/29.)] Mit dem Führungstor im Rücken, schien eine enorme Last abzufallen. Benjamin Zirpels Schuss strich knapp am Aluminium vorbei, Steven Neumanns flacher Versuch wurde im letzten Moment von Maximilian Heß abgegrätscht. Auch im Mittelfeld gewannen die Blau-Gelben sichtlich mehr Zweikämpfe. So auch Arthur Seiler gegen Bastian Arnold, der von Linksaußen über die Mittellinie in die gegnerische Hälfte zog und im richtigen Moment Daniel Hering durch die Gasse anspielte. Hering ließ Reif keine Chance (2:0/38.). Fünf Minuten später legte Marc-Kevin Kaßner von der Grundlinie an den Fünfmeterraum zurück, wo Steven Neumanns Direktabnahme im Netz zappelte (3:0/43.).

 

Der deutliche Pausenstand trügte etwas über die ersten 30 Minuten hinweg, war aufgrund eines energiereichen Schlussspurtes aber selbst erarbeitet. Martin Reißigs Analysen, dass die SG Marksuhl/Förtha zum Ende des ersten Durchgangs die Luft ausgehen könnte, trafen stimmgenau zu. Die ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff sollten deshalb mit einer defensiven Grundhaltung verinnerlicht werden, um den womöglich mutmachenden Anschlusstreffer zu vermeiden. Nicht mal 60 Sekunden waren gespielt, da hätte sich dem SV-49-Coach beinahe der Hals verdreht. Stephan Vetter behauptete die Kugel gegen drei Eckardtshäuser und zog aus 30 Metern halbrechter Position ab. Sein Schuss prallte an den linken Innenpfosten des langen Ecks und von dort aus ins Strafraumgemenge, das in größter Not aufgelöst werden konnte (46.). Durchatmen und zurück auf Null. Vetter verletzte sich bei seinem Torversuch und wurde durch Christoph Stammberger ersetzt. Stammberger selbst wurde nur drei Minuten später selbst zur tragischen Figur, als er im Zweikampf mit Marc-Kevin Kaßner hohen Bogens mit den Rippen auf die Barrierestange des Sportplatzes knallte und um Luft rang (52.). Zum Glück erholte sich Christoph von diesem Schreckmoment, musste zum Check aber dennoch in die Notaufnahme – gute Besserung! Das durch die Verletzungsbehandlung etwas abgeflachte Spiel durchfuhr eine unerwartete Rückwendung zugunsten des SV 49. Aus 40 Metern schlug Benjamin Zirpel seine Freistoßflanke in den Sechzehner, wo Reißig bereits von der Seitenlinie über die nicht nachsetzenden Mitspieler schimpfte. Die Kugel schien in Leon Pascal Reifs Händen zu versanden, schlug aber vor Reif auf und landete unerwartet hinter ihm im Tornetz – die Entscheidung (4:0/54.). Förtha gab sich keinerzeit auf, konnte mit schwindender Kraft und dem deutlichen Rückstand aber wenig Offensives bewirken. Einzig Bastian Arnold mopste Benjamin Zirpel im Aufbauspiel den Ball vom Fuß und erzielte seinen verdienten Ehrentreffer (4:1/63.). Was folgte, war eine Vielzahl schön herausgespielter Geißrainer Angriffe, von denen eine ebenso hohe Vielzahl den Weg nicht ins Tor fand. Tom Haide und Marc-Kevin Kaßner schossen aus exakt gleicher Position in Rückenlage über den leeren Kasten. Hinten hielten Toni Berndt, Lukas Huhn, Fabian Forejt und Christoph Senf den Strafraum sauber. Fabian Schillings verzweifeltes Ziehen an Berndts Trikot quittierten alle Beteiligten des Sportplatzes mit humorvollem Lachen. Zum Ende des Spieles war nur noch die Frage, wie hoch Eckardtshausen den Derbysieg gestalten könnte – und dank Marc-Kevin Kaßner fiel dieser höher aus als zwischenzeitlich erwartet. Zunächst profitierte Kaßner von Reifs misslungenem Abstoß und schoss die Kugel direkt aus 30 Metern herrlich ins Tor (5:1/85.). Zwei Minuten später spielte der Matchwinner einen Konter gemeinsam mit Daniel Hering wunderbar aus und ließ sich bei seiner Einschussgelegenheit aus fünf Metern nicht zweimal bitten (6:1/87.).

 

Der Schlusspunkt einer in der Entstehungsform der Tore kuriosen Partie. Allgemein scheint das Ergebnis etwas zu hoch ausgefallen zu sein als der Spielverlauf des ersten Durchgangs hergab. Zeitgleich sind die drei Auswärtspunkte hochverdient, da die Hausherren nur wenig offensive Strahlkraft an den Tag legten. Der Schlüssel zum Erfolg waren neben Toren in den richtigen Momenten in erster Linie Geduld, Flexibilität und Beharrlichkeit. Diese Mittel genügten heute zum klaren Sieg. Zudem hoben sich immer wieder schöne Spielsituationen hervor. Somit durfte ein Großteil der Mannschaft den Abend doch noch bei heulenden Motoren und quietschenden Reifen am Fuße des Milmesberges ausklingen lassen.

 

(Arthur Seiler)

 

Aufstellung:

Marcel Knauer, Toni Berndt, Lukas Huhn, Fabian Forejt, Christoph Senf, Benjamin Zirpel, Arthur Seiler, Marc-Kevin Kaßner, Anton Seiler, Daniel Hering, Steven Neumann (Tom Haide 63.min)

 

Karten:

SV 49 – keine

SG Marksuhl II – 1mal Gelb

 

Schiedsrichter:

Thomas Schmidt

 

 

Ein traditionell großes Dankeschön an Jessie für die wieder einmal wunderbaren Schnappschüsse!


Quelle: Bilder: © traeumevonmomenten

Fotos vom Spiel