1.Männer : Spielbericht
7. Spieltag - 25.10.2026 14:30 Uhr
| SV 49 Eckardtshausen | SG VfB 1919 Vacha IV | |||
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Aufstellung
Spielstatistik
Tore
Anton Seiler, Christoph SenfAssists
Anton SeilerGelbe Karten
Johannes Huhn, Oday al-Hennawi, Steven NeumannZuschauer
30Torfolge
| 1:0 (2') | Anton Seiler |
| 2:0 (29') | Christoph Senf (Anton Seiler) |
Frühe Tore, stabile Defensive: Männer feiern gegen SG Vacha IV ersten Heimdreier
SV 49 Eckardtshausen – SG VfB 1919 Vacha IV 2:0 (2:0)
Tore:
1:0 Anton Seiler (2.min)
2:0 Christoph Senf (29.min)
Hinten steht die Null, vorne regelt Halbzeit eins
Der Kreisklasse-Spielplan unserer Männermannschaft gibt in diesem Jahr keine Kontinuität preis: Zwischen dem 13. September und 24. Oktober 2026 lief die Reißig-Elf nur zu einem einzigen Fußballspiel auf; dieses gewannen sie am 04. Oktober 2026 knapp mit 1:0 in Marksuhl und knüpften damit nahtlos an ihren vorherigen Auswärtssieg in Oechsen (2:0) an. Beim folglich ersten Heimspiel seit sieben Wochen waren die Ambitionen hoch, dieses Polster auszubauen.
Gegner war zum ersten Mal in der Eckardtshäuser Vereinsgeschichte eine „vierte Mannschaft“. Die SG VfB 1919 Vacha IV – mancherorts auch als „SG Lohberg“ oder „SG Werra-Rhön“ bekannt – fusionierte zwischen 2014 und 2025 gleich fünf Vereine und hat sich mittlerweile zur größten Spielgemeinschaft des KFA Westthüringen entwickelt. Alles begann in der Saison 2014/15, als sich der SV 59 Martinroda den Vachaern anschloss. Ebenjene Martinrodaer bilden heute das Team der SG Vacha IV und trafen nun erstmals im Männerbereich auf Eckardtshausen. Im Alte-Herren-Bereich kam es bis vor zehn Jahren hin und wieder zum Duell „SV 49 gegen SV 59“ – und kurioserweise schließt sich heute die Eigenschaft „Vierter gegen Fünfter“ direkt an.
Für Martin Reißig sollte erneut eine stabile Defensivarbeit die Grundlage für drei Punkte werden. In der Vorwärtsbewegung war es Ziel, mit Überzahlsituationen Torraumszenen zu kreieren. Der Start verlief ganz nach den Vorstellungen des Coaches. Über links öffnete sich der Raum für Daniel Hering, dessen Flanke nur unzureichend von den Vachaern geklärt wurde. Anton Seiler gelangte ans Leder, erwischte mit einer Schusstäuschung seinen Gegenspieler auf dem falschen Fuß und schob es gegen die Laufrichtung des Torwarts aus 16 Metern in die lange Ecke (1:0/2.). Ein Start nach Maß, dem das Heimteam weitere schwungvolle Aktionen folgen ließ. Zweimal reichte Arthur Seilers freier Durchbruch bis zur Grundlinie nur zu einem hektisch geklärten Querpass, jeweils einmal scheiterten Benjamin Zirpel und Daniel Hering aus der Distanz an David Simon (10./14.). Auch Linksverteidiger Oday al-Hennawi schaltete sich ein und köpfte nach einem Eckball haarscharf am rechten Pfosten vorbei (25.). Stichwort Kopfball: Wenn es um hohe Flankenbälle geht, ist selbstverständlich Christoph Senf mittendrin im Geschehen. Seinen Treffer mit dem Fuß erkannte Schiedsrichter Marc Ender wegen vermeintlichen Haltens noch ab (20.). Knapp zehn Minuten später unterlief er Anton Seilers gefühlvolle Freistoßflanke, um sie mit minimaler Scheitelberührung und mithilfe eines Aufsetzers ins Netz zu verlängern (2:0/29.). Von den Gästen kam bis hierhin wenig. Johannes Huhn, Lukas Huhn und Oday al-Hennawi lieferten eine sehr gute Partie in der letzten Reihe. Auch ihre Vordermänner waren bei Abprallern und möglichen Anlaufschüssen von Marc Scholz und Felix Kettner auf der Höhe und warfen sich in die Geschosse. Vachas Torjäger Leon Nube, der im April noch für den 1:0-Auswärtssieg der SG VfB Vacha III am Geißrain sorgte, wurde komplett aus dem Spiel genommen. Ein dritter Treffer vor der Pause hätte die Sorgen eines gegnerischen Anschlusstores allerdings deutlich verringert, was den Hausherren trotz guter Gelegenheiten aber vorbehalten blieb.
Das Fazit des ersten Durchgangs beschränkte sich kaum auf andere Themen als in den letzten beiden Spielen. Erneut belohnte sich Eckardtshausen für einen engagierten Auftritt, auch wenn die Führung höher hätte ausfallen können. Für Martin Reißig war es wichtig, die Konzentrationsfehler im Aufbauspiel abzustellen. Positiv hingegen bleibt, dass im Fehlpassfall jeder für den anderen weitergekämpft hat. Die SG Vacha IV entfachte kein wirkliches Strohfeuer, zeigte sich über die Außenbahnen allerdings etwas zielstrebiger. Vor allem der eingewechselte Routinier Peter Hill zog das Tempo nochmal an, fand damit jedoch kaum auf Anklang bei seinen Teamkollegen. Die offensive Zielstrebigkeit der Geißrainer nahm hingegen etwas ab, was mitunter an der extrem tiefstehenden Sonne zu liegen schien. Kaum ein Akteur konnte bei diesem Gegenlicht noch erkennen, ob es sich vor ihm um einen Mit- oder Gegenspieler handelte. Die gefährlicheren Impulse setzten dennoch die Hausherren, brachten bei aussichtsreichen Frei- und Vorstößen aber meistens einen Moment zu spät den Fuß oder Kopf ins Spiel. Vacha IV tauchte trotz einer Vielzahl an Eckbällen genau zweimal brandgefährlich vor dem Kasten auf. Einmal umkurvte Peter Hill beinahe den herausgeeilten Panagiotis Morkos, das andere Mal spitzelte Hill die Kugel nach einem flachgetretenen Eckball am langen Eck vorbei. So plätschterte die Partie genügsam vor sich her. Im Mittelfeld und spätestens vor dem Strafraum gewannen fast immer die Eckardtshäuser ihre Zweikämpfe. Johannes Huhn hatte dennoch einmal Glück, dass sein Foulspiel nicht als Notbremse, sondern „nur“ mit der Gelben Karte bewertet wurde (65.).
Die körperliche Bereitschaft stellte aufgenscheinlich unter Beweis, dass eine blau-gelbe Einheit ihre dritte „weiße Weste“ in Folge verteidigen wollte – und dieses Vorhaben letztlich umsetzen konnte. Seit Aufzeichnung der Statistiken im Jahr 2003 gelang dies nur zweimal: Im August/September 2015 (1:0 vs. SG Ruhla II – 9:0 vs. SG Gerstungen II – 8:0 vs. Lauterbach) sowie im Mai 2022 (4:0 vs. SG Ifta II – 1:0 vs. Falken – 4:0 vs. Falken). Eine Serie von vier Spielen in Folge „zu Null“ wäre vereinshistorisch und könnte schon am kommenden Samstag, 31. Oktober 2026, mit dem gleichen Teamspirit gegen den FSV Herda II in die Tat umgesetzt werden. Nun bleiben erst einmal drei wohlverdiente Punkte gegen die SG Vacha IV am Geißrain; es darf gerne fleißig weitergesammelt werden.
(Arthur Seiler)
Aufstellung:
Panagiotis Morkos, Johannes Huhn, Lukas Huhn, Oday al-Hennawi, Christoph Senf, Benjamin Zirpel, Arthur Seiler, Marc-Kevin Kaßner, Anton Seiler (Jonas Manß 65.min), Daniel Hering (Fabian Forejt 61.min), Steven Neumann (Marcel Stauch 79.min)
Karten:
Gelb – Oday al-Hennawi
Gelb – Steven Neumann
Gelb – Johannes Huhn
SG Vacha IV – 1mal Gelb
Schiedsrichter:
Marc Ender


