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SV 49 Eckardtshausen e.V.

1.Männer : Spielbericht

1. Kreisklasse Westthüringen Staffel 3
8. Spieltag - 31.10.2026 14:00 Uhr
FSV Herda II   SV 49 Eckardtshausen
FSV Herda II 0 : 5 SV 49 Eckardtshausen
(0 : 2)

Spielstatistik

Tore

Oday al-Hennawi, Arthur Seiler, Benjamin Zirpel, Christoph Senf, Marc-Kevin Kaßner

Assists

Lukas Huhn, Arthur Seiler, Benjamin Zirpel, Tom Haide

Zuschauer

30

Torfolge

0:1 (14')Christoph Senf (Arthur Seiler)
0:2 (44')Oday al-Hennawi
0:3 (47')Marc-Kevin Kaßner (Benjamin Zirpel)
0:4 (54')Arthur Seiler (Tom Haide)
0:5 (77')Benjamin Zirpel (Lukas Huhn)

Fünf Treffer trotz Chancenwucher: Männer gewinnen souverän gegen Herda II

FSV Herda II – SV 49 Eckardtshausen 0:5 (0:2)

 

Tore:

0:1 Christoph Senf (14.min)

0:2 Oday al-Hennawi (44.min)

0:3 Marc-Kevin Kaßner (47.min)

0:4 Arthur Seiler (54.min)

0:5 Benjamin Zirpel (77.min)

 

Vereinshistorisches viertes Spiel in Folge zu Null

 

Es ist noch gar nicht lange her, als Martin Reißig und seine Schützlinge dreimal binnen einer Saison auf den FSV Herda trafen. Die Resultate in der Saison 2024/25: 1:4 und 2:3 in der Liga sowie 1:3 im Kreispokal. Die Herdaer traten daraufhin den direkten Aufstieg in die Kreisliga an und beeindruckten mit einem zweiten Tabellenplatz im Folgejahr. Möglicherweise einer der Beweggründe für den FSV, nach acht Jahren wieder eine spielfähige zweite Mannschaft ins Rennen zu schicken. Für die Geißrainer gab es dennoch nur einen Auftrag: Am Reformationstag drei Punkte mitzunehmen und „kleinere“ Vereingeschichte zu schreiben. Nach dem 2:0-Heimerfolg gegen die SG Vacha IV wurde bereits erwähnt, dass es seit Aufzeichnung der Statistiken vorher nur zweimal (2015 und 2022) gelang, drei Partien in Folge „zu Null“ zu spielen. Mit Blick auf vorhandene, rudimentären Spieldaten bis ins Jahr 1995 (ohne Einbezug der Saisons 1997/98, 1998/99 und 1999/00) wäre ein viertes aufeinanderfolgendes Spiel ohne Gegentor historisch einmalig. Ein kleiner, aber letztlich unbedeutender Ansporn für die Jungs in Blau-Gelb.

 

Schon beim Aufwärmen erprobten sie die Qualität des Ballfangnetzes, welches nicht jeden Schuss beim Landen im sumpfigen Schilfgewässer hinderte. Die gute Nachricht: Im ersten Durchgang spielte Eckardtshausen zunächst auf das gegenüberliegende Gehäuse nahe des Vereinsheims – und übernahm sofort die Spielkontrolle. Die Hausherren stellten anfangs die Räume zu und machten insbesondere zentral vor dem Sechzehner dicht. Von der ersten Minute an waren lange Bälle das einzige probate Mittel für Herda II. Mit den Routiniers Frank Zenker in der Innenverteidigung und Torjäger Michael Eick als alleinige Sturmspitze sollte Unruhe fabriziert werden. Der erste Torschrei gehört nach Benjamin Zirpels Schienbeinschuss dennoch der Reißig-Elf; Tom Liebetrau kratzte die Kugel reaktionsschnell von der Linie (5.). Momente später pfiff Schiedsrichter Thomas Schmidt zudem einen Eckardtshäuser Abseitstreffer zurück (7.). Aus einer unaufmerksamen Situation heraus gelang Michael Eick kurz hinter der Mittellinie ein Alleindurchmarsch. Der Vereinsrekord schien ins Wanken zu geraten, doch Anton Reum eilte aus seinem Kasten und ließ sich nicht von Eicks Flachschuss düpieren (11.). Auf der Gegenseite lief die rechte Außenbahn um Marc-Kevin Kaßner förmlich heiß; der FSV bekam jedoch immer wieder einen Fuß in die flachen Hereingaben. Arthur Seilers folglicher Eckball landete bei Christoph Senf, der entgegen seiner Kopfballgewohnheit mit dem rechten Schlappen ins Netz traf (1:0/14.). Der Gegentreffer zwang Herda II weiter in die Deckung und bewirkte vielerlei hektische Befreiungsschläge des Teams von Silvio Stöhr. So stieg der Eckardtshäuser Druck ab Höhe der Mittellinie. Allein Benjamin Zirpel hatte dreimal das 2:0 auf dem Fuß: Eine Direktabnahme nach Grundlinienpass fischte erneut Liebetrau von der Linie, alleinstehend vor dem Keeper konnte sich Zirpel zudem nicht zwischen Abschluss und Zuspiel entscheiden (30./35.). Der Herdaer Schlussmann lieferte eine großartige Partie zwischen den Pfosten, hechtete unter anderem Tom Haides Drehschuss und Christoph Senfs Kopfball aus den Ecken. Etliche vielversprechende Angriffe blockte der FSV mitunter chaotisch aus der Gefahrenzone und bewirkte damit jeweils die nächste Toraktion. So auch nach einem weiteren Geißrainer Eckball, welcher bereits bereinigt schien und den Weg über einen Herdaer zu Oday al-Hennawi fand. Der Außenverteidiger zog von links ins Zentrum und legte die Kugel mit einem herrlichen Flachschuss ins lange Eck (2:0/44.). Marcel Stauchs Massageeinheiten vor Spielbeginn scheinen Wunder gewirkt zu haben.

 

Psychologisch betrachtet hätte der zweite Treffer zu keinem günstigeren Zeitpunkt fallen können. Trotz alledem hätte die Reißig-Elf schon vorher deutlich höher führen müssen. Das Halbzeitfazit viel damit weitestgehend positiv aus, zumal defensiv bis auf Michael Eicks Alleingang wenig bis gar nichts zugelassen wurde. In der Ballführung und Chancenkreierung erwartete Martin Reißig nun mehr Ruhe und Effizienz. Wie gewünscht, so geliefert, denn seine Jungs legten kurz nach dem Wiederanpfiff direkt nach. Steven Neumann brach über links durch und fand Benjamin Zirpel an der Strafraumgrenze, dessen Ablage Marc-Kevin Kaßner von halbrechts ganz cool entgegen Tom Liebetraus Laufrichtung ins Eck schoss (3:0/47.). Eckardtshausen ließ die Gastgeber nun laufen und raubte ihnen damit sichtlich Kraft. Befreiungsschläge und Abstöße konnten mit ein, zwei Ausnahmen allesamt im mittleren Spieldrittel abgefangen werden. Lukas Huhn, Johannes Huhn und Oday al-Hennawi stellten die Wege gut zu. Davor rackerten Christoph Senf und Dominik Kaßner unermüdlich gegen Michael Eick. Nur im gegnerischen Strafraum belohnte sich der SV 49 zu selten für sein Engagement. Tom Haide scheiterte nach Lukas Huhns scharfer Hereingabe an Liebetrau; Arthur Seiler bedankte sich erst im Nachsetzen mit dem 4:0 (54.). Allein in der zweiten Halbzeit traten die Blau-Gelben knapp 15 Eckbälle, von denen knapp die Hälfte zum Treffer hätte führen können. Senf und Co. verzagten aber fortwährend an Liebetrau. Immerhin platzte mit Benjamin Zirpels Treffer ein sichtlich festsitzender Knoten an diesem Tag. Zirpel war Nutznießer von Lukas Huhns erneuter Flanke und ließ sich entsprechend erleichtert feiern (5:0/77.). Doch egal ob Steven Neumann aus fünf Metern oder Marcel Stauch aufs leere Tor: das halbe Dutzend blieb den Eckardtshäusern verwehrt. Nur bis zum Sechzehner spielten die Jungs Katz und Maus mit ihren Gegnern, danach hatten der Fußballgott oder Tom Liebetrau noch ein Wörtchen mitzureden. Aufsehen erregte Stauchs astreine Grätsche kurz nach seiner Einwechslung, bei der er seinen Gegenspieler beinahe mit ins Schilfgewässer beförderte. Der Schlusspfiff hätte kaum symptomatischer verlaufen können: Als nämlich Christoph Senf im Strafraumgemenge aus acht Metern über das Fangnetz in den Sumpf schoss, ertönte Thomas Schmidts Pfeife inmitten seines verzweifelten Urschreis.

 

Die Betonung bei der Nennung des Endstandes darf heute einmal mehr auf der „Null“ anstatt der „Fünf“ liegen, denn die statistisch-gesicherte, erste vierte „weiße Weste“ binnen dieses Jahrtausends in Folge kann den Geißrainern nun keiner mehr nehmen. Es war ein hochverdienter Dreier an der Suhl, der übrigens Erste seit Mai 2018. Eine beeindruckende Randnotiz: Jan Salzmann, langjähriger Trainer der ersten Mannschaft, spielte im Alter von 62 Jahren 90 Minuten durch. Damit war er sage und schreibe 43 Jahre älter als sein jüngster Mitspieler Marek Wolf – Hut ab! Für Martin Reißigs Mannschaft heißt es nun am kommenden Samstag, 07. November 2026, gegen Kreisliga-Absteiger und Aufstiegsfavorit SG EFC 08 Ruhla II defensiv kompakt zu bleiben und die Vision eines fünften Spieles „zu Null“ gerne weiterzuträumen.

 

(Arthur Seiler)

 

Aufstellung:

Anton Reum, Johannes Huhn, Lukas Huhn, Oday al-Hennawi, Dominik Kaßner, Christoph Senf, Arthur Seiler, Marc-Kevin Kaßner, Benjamin Zirpel, Steven Neumann (Marcel Stauch 78.min), Tom Haide (Jonas Manß 60.min)

 

Karten:

SV 49 – keine

Herda II – 2mal Gelb

 

Schiedsrichter:

Thomas Schmidt

 

 

- Bilder folgen im Laufe der Woche -