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SV 49 Eckardtshausen e.V.

1.Männer : Spielbericht

1. Kreisklasse Westthüringen Staffel 3
1. Spieltag - 24.08.2025 15:00 Uhr
SV 49 Eckardtshausen   SG SV GW Oechsen
SV 49 Eckardtshausen 2 : 2 SG SV GW Oechsen
(1 : 1)

Spielstatistik

Tore

Tommy Mengis, Arthur Seiler

Assists

Tommy Mengis

Gelbe Karten

Tommy Mengis, Jan Morgenweck

Gelb-Rote Karten

Toni Berndt (40')

Zuschauer

50

Torfolge

1:0 (2')Arthur Seiler (Tommy Mengis)
1:1 (31')SG SV GW Oechsen
1:2 (89')SG SV GW Oechsen
2:2 (90+1')Tommy Mengis

Luckypunch in Unterzahl: Männer erkämpfen sich einen Punkt gegen Oechsen

SV 49 Eckardtshausen – SG SV Grün-Weiß Oechsen 2:2 (1:1)

 

Tore:

1:0 Arthur Seiler (2.min)

1:1 Tim Wöhner (31.min)

1:2 Christian Bohl (89.min)

2:2 Tommy Mengis (90.+1.min)

 

Vom Frühstart zum späten Ausgleich

 

Die Karten sind neu gemischt – die Teams sind es auch. Von den zwölf Westthüringer Mannschaften in der 1. Kreisklasse-Staffel 3 sind aus dem Teilnehmerfeld der vergangenen Saison lediglich die SG Marksuhler SV II sowie die SG SV Fortuna Suhltal II übriggeblieben. Ausnahme bildet das zuletzt zurückgezogene Team von der SG ESV Gerstungen II, welches in dieser Saison unter dem Namen SG SV Grün-Weiß Gospenroda III an den Start geht. Egal ob SG Borsch III, SG Diedorf/Rhön II oder Meimers: Unsere Männermannschaft wird sich mit dementsprechend vielen neuen Gegner beschäftigen müssen. Und auch der Auftaktegner ist ein bis dato gänzlich Unbekannter. Kreisliga-Absteiger SG SV Grün-Weiß Oechsen – besser bekannt als „SG Rhönplateau“ – startet mit Ambitionen ins neue Fußballjahr. Grund dafür ist nicht nur die trotz des Abstieges gute Performance im Oberhaus, sondern auch die Vergrößerung ihrer Spielgemeinschaft durch Ortsnachbar Völkershausen. Zur SG Rhönplateau gehören neben Oechsen und Völkershausen gehören die Stammvereine aus Wölferbütt und Gehaus.

 

Nun genug zur externen Ausgangslage, denn auch Martin Reißigs Jungs haben vieles zu berichten. Vier Stammkräfte fallen aus, darunter zum dritten Mal in Folge Schlussmann Panagiotis Morkos. Somit kommt es zum vierten Torwartwechsel – darunter drei Debütanten – binnen eines Monates. Beim Testkick in Ütteroda hütete Dominik Kaßner das Tor. Es folgte das Pokalspiel gegen Behringen mit gleich zwei Keeperauftritten von Lukas Huhn und Oday al-Hennawi. Heute nun stülpte sich Marcel Knauer die Handschuhe drüber, machte beim Aufwärmen nicht den sichersten Eindruck, überzeugte im Spiel aber von Anfang an, so viel sei verraten.

 

Ein vorsichtiges Abtasten ließ sich von beiden Teams nicht erkennen. Eckardtshausen agierte hellwach, setzte die Oechsener ab der Mittellinie immens unter Druck. Mit der ersten Chance verdienten sich die Gastgeber sogar direkt den Führungstreffer. Tommy Mengis erkannte Arthur Seilers Laufweg aus dem Halbweg in Richtung Strafraum und bediente ihn mit einem meisterlichen Laufpass. Die Kugel sprang einmal auf, wodurch sie Seiler mit der Innenseite über Alexander Niebel heben konnte (1:0/2.). Ein Grund für die Gäste, sich erst einmal grundzuerneuen. Doch der SVE gab ihnen weiterhin wenig Raum für Entfaltung. Jonas Manß hätte nach einem Flankenball beinahe nachgelegt, wurde jedoch von Spielertrainer Thomas Huck abgedrängt (12.). Spätestens aber der 20. Minute fand Schiedsrichter Christian Beck zu seiner altbekannten Linie: Konsequent, forsch und indiskutabel. Erstere Kompetenz sorgte für Ruhe, die letzteren beiden, streitbaren Eigenschaften bei manchen Beteiligten für dicke Luft. Leider wurden auf beiden Seiten einige vermeidbare (aber berechtigte) Gelbe Karten eingehandelt. Es entwickelte zu keinem ruppigen, sondern vielmehr zu einem von Kontroversen geprägten Aufeinandertreffen. Inmitten dieser Phase sorgte ein mustergültiger Spielangriff für Aufsehen. Jan Morgenweck, Christoph Senf, Anton Seiler und Steven Neumann kombinierten sich durch das Zentrum, woraufhin Neumann Arthur Seiler anspielte. Seiler spitzelte die Kugel im richtigen Moment zu Fabian Forejt, dessen allererstes Tor von SG-Torwart Niebel im Eins-gegen-Eins-Duell zunichtegemacht wurde (30.). Im Gegenzug der Dämpfer: Eine halbgeklärte Bogenlampe kehrte postwendend von Mittellinie zurück und fand über eine Station den Weg zum alleinstehenden Tim Wöhner. Knauer konnte nur noch zusehen, wie die Kugel durch seine Beine ins Netz rollte (1:1/31.). Oechsen bestrafte den ersten wirklich unaufmerksamen Moment. Nach Senfs Großchance im Anschluss eines Freistoßes, sollte es kurz vor dem Halbzeitpfiff noch dicker kommen. Der vorverwarnte Toni Berndt erwischte Gegenspieler André Kretschmer mit gestrecktem Bein. Auch wenn Kretschmer eine kleine Showeinlage daraus machte, war die Gelb-Rote Karte folgerichtig (40.).

 

In Unterzahl rettete sich Eckardtshausen vorerst in den Pausentee. Bei zwei gefährlichen Freistößen blieben Marcel Knauer und seine Vordermänner konzentriert. Martin Reißig appellierte an die bis hierhin gute Körpersprache. Wichtig sei es zu diesem Zeitpunkt, den Fokus wieder auf das eigene Spiel zu lenken und nicht auf das des Schiedsrichters. Nur dann könne man auch mit einem Mann weniger geschlossen auftreten – gesagt, getan. Natürlich spielte nun Oechsen mit weitaus offeneren Karten. Gute Laufwege, Ballbehauptungen und Tempoverlagerungen sorgten aber auch in Unterzahl für zahlreiche Geißrainer Offensivakzente. Die SG Rhönplateau schaffte es meistens nur zu Distanzschüssen, bei denen Knauer nicht gefordert wurde. Musste der Vertretungskeeper mal da sein, war er es auch, wie bei Christian Bohls Chance (60.). Bei den Gästen breitete sich eine hörbare Unzufriedenheit aus, da Zuspiele und Laufpässe nicht so funktionierten, wie sie sich das vorstellten. Die Emotionen schwappten auch auf Martin Reißig und seine Jungs über, welche sich in allen Tonlagen gegenseitig bemerkbar machten und auf diese Weise zusätzliche Kräfte mobilisierten. Kapitän Jan Morgenweck rannte bis zum Umfallen, Johannes Huhn packte bei Kevin Köhlers Abschluss eine Monstergrätsche aus und verhinderte den Rückstand (80.). Auf der Gegenseite verpassten Neumann und Seiler beim letzten Zuspiel um Zentimeter den freien Mitspieler. Die Minuten verronnen, Oechsen spielte über die linke Außenbahn, verlagerte den Ball an die Strafraumecke – und war damit erfolgreich. Bohl zog die Kugel mit der Innenseite auf die lange, rechte Ecke und überwand Knauer, der noch mit den Fingerspitzen dran war (1:2/89.). Mit einer Mischung aus Enttäuschung, Hektik und letztem Willen brach die Nachspielzeit an, in der es 20 Meter vor dem Tor einen allerletzten, aussichtsreichen Freitstoßpfiff geben sollte. Anton Seiler und Tommy Mengis standen bereit, wobei sich die Mauer offensichtlich auf Seilers Ausführung vorbereitete. Doch es war Streichelfuß Mengis, der das Leder links um die Mauer herum zirkelte und zusah, wie sie im linken Torwarteck einschlug (2:2/90.+1.). Was für ein Comeback der Jungs in Blau-Gelb! Kleine Randgeschichte: Es ist das dritte Heimspiel an einem ersten Spieltag in Folge, bei dem die Geißrainer in der Nachspielzeit zuschlagen und Punkte holen. So geschehen beim 1:1 gegen die SG Barchfeld II (2023) sowie beim 2:0-Sieg über Normania Treffurt (2024).

 

Mit geschlossener Mannschaftsleistung erarbeiteten sich die Geißrainer in Unterzahl einen hochverdienten Punkt gegen den Kreisliga-Absteiger, der zweifelsohne als Gewinn betrachtet werden sollte. Niemand weiß, was mit elf Mann über 90 Minuten möglich gewesen wäre, aber der Fußball schreibt eben seine eigenen Geschichten. Bestimmte Automatismen waren erneut zu erkennen, andere gewünschte Spielkniffe blieben aus und haben Luft nach oben. Die wichtige Erkenntnis bleibt aber, dass nach dem ernüchternden Testspiel in Ütteroda und der deutlichen Pokalpleite gegen Behringen eine positive Entwicklung zu verzeichnen ist. Diese sollte nun zum Vorbild genommen werden und als grundlegende Ausrichtung für die kommenden Aufgaben gelten. Am kommenden Samstag, 30. August 2025, geht es weiter beim Auswärtsspiel in Frauensee gegen die SG BSG Kali Werra Tiefenort II.

 

(Arthur Seiler)

 

Aufstellung:

Marcel Knauer, Tommy Mengis, Johannes Huhn, Toni Berndt, Jan Morgenweck, Christoph Senf, Arthur Seiler, Fabian Forejt (Lukas Huhn 81.min), Anton Seiler, Steven Neumann, Jonas Manß (Dominik Kaßner 46.min)

 

Karten:

Gelb – Jan Morgenweck

Gelb – Tommy Mengis

Gelb-Rot – Toni Berndt

SG Oechsen – 2mal Gelb

 

Schiedsrichter:

Christian Beck


Fotos vom Spiel