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SV 49 Eckardtshausen e.V.

1.Männer : Spielbericht

1. Kreisklasse Westthüringen Staffel 3
15. Spieltag - 29.03.2026 15:00 Uhr
SV 49 Eckardtshausen   SG SV GW Gospenroda III
SV 49 Eckardtshausen 3 : 0 SG SV GW Gospenroda III
(1 : 0)

Spielstatistik

Tore

2x Daniel Hering, Benjamin Zirpel

Assists

Fabian Forejt, Christoph Senf, Steven Neumann

Zuschauer

30

Torfolge

1:0 (43')Benjamin Zirpel (Christoph Senf)
2:0 (88')Daniel Hering (Steven Neumann)
3:0 (90')Daniel Hering (Fabian Forejt)

Weiße Weste und drei Punkte: Mühsamer Heimerfolg gegen SG Gospenroda III

SV 49 Eckardtshausen – SG SV Grün-Weiß Gospenroda III 3:0 (1:0)

 

Tore:

1:0 Benjamin Zirpel (43.min)

2:0 Daniel Hering (88.min)

3:0 Daniel Hering (90.min)

 

Tabellenschlusslicht wehrt sich lange tapfer

 

Binnen der letzten zehn Jahre kennzeichnete sich der SV Dippach 1926 durch Kooperation verschiedenster Spielgemeinschaftsnamen. Für den Eckardtshäuser Fußballfan ist es daher schwer nachvollziehbar, wie oft die Geißrainer auf eine Dippacher Mannschaft trafen. Eine Kurzanalyse ab der Saison 2015/16 ergibt: Sieben Spiele bei sagenhaften 41:12 Toren, darunter fünf Siege, ein Remis sowie eine 3:5-Niederlage nach Elfmeterschießen im Kreispokal 2020. Dabei lief Dippach von 2015 bis 2020 als „SG SV Grün-Weiß Gospenroda II“, in der Saison 2024/25 unter dem Namen „SG ESV Gerstungen II“ sowie ab dieser Saison als „SG SV Grün-Weiß Gospenroda III“ auf. Interessant: Das letzte Spiel gegen eine eigenständige Mannschaft des SV Dippach fand am letzten Kreisliga-Spieltag der Saison 2009/2010 statt (2:2), eine Woche vor dem denkwürdigen Kreispokalsieg gegen Wenigenlupnitz (7:5 n.E.).

 

An das Torreichste aller Aufeinandertreffen Ende September vergangenen Jahres erinnern sich wohl die allermeisten Beteiligten: Mit 11:2 überrante Martin Reißigs Elf das Werratal, wo der heute erkrankte Tommy Mengis mit zwei Seitfallziehertoren für Aufsehen sorgte. Für den Eckardtshäuser Coach das einschlägige Argument, am heutigen Tag zu Ernsthaftigkeit zu mahnen und den Fokus voll und ganz aufs eigene Spiel zu lenken. Die Gäste traten zuletzt sichtlich stabilisierter auf, waren gegen die SG Vacha III (2:3) sogar nah dran am ersten Punktgewinn. Besonders in der Anfangsphase schien der SV 49 alles andere als fokussiert zu sein. Louis Müller sorgte auf Seiten der SG Gospenroda III für die erste Torannäherung, zögerte bei seinem alleinigen Durchmarsch aber einen Moment zu lange; Dominik Kaßner klärte in letzter Not (3.). Momente später zwang David Kowalski Torwart Morkos zur ersten Parade (5.). Auch die anschließende Ecke verlangte den Nerven der Zuschauer viel ab, da Marcel Volkenand komplett freistehend über den Querbalken köpfte (6.). Das Spiel nach vorne war gezeichnet von versprungenen Annahmen und zu lang gespielten Steilpässen. Daniel Hering sorgte nach Marc-Kevin Kaßners schönem Zuspiel an den Sechzehner für die erste Abschlussaktion (10.). Im Gegenzug war Martin Wolf erneut nah dran am Führungstor, benutzte im Eins-gegen-Eins mit Morkos aber den falschen Fuß und schob aus fünf Metern links vorbei (12.). Einen weiteren Warnschuss hätten sich die Geißrainer nicht erlauben dürfen. Erst nach einer knappen Viertelstunde fanden sie endlich den Hebel zur Spielkontrolle. Doch schon jetzt zeichnete sich ab, dass Gospenroda III bei fast jedem Torabschluss irgendein Bein dazwischenschlug. Die Folge: Allein in der ersten Halbzeit fast zehn Eckbälle; keiner von ihnen brachte allerdings die erhoffte Torgefahr. Innenverteidiger Bjarne Seidl köpfte 80 Prozent der hohen Flanken aus dem Sechzehner heraus. Die Gäste brachten sich ab der 30. Minute mit unnötig aufflammenden Diskussionen und Konflikten selbst um ihr gutes Spiel. Schiedsrichter Alexander Dressel verteilte zweimal Gelb. Einen folglichen Zirpel-Freistoß kratzte Spielertrainer Michael Seidl aus dem Dreiangel (35.). Als Dominik Kaßner mit beherztem Tackling einen Konter unterbinden konnte und Dressel zum Entsetzen der Gäste auf Einwurf für Eckardtshausen entschied, geriet die Kugel zu Christoph Senf. Senf bediente 25 Meter halblinker Position Benjamin Zirpel, der das Leder kunstvoll mit seiner rechten Innenseite in den rechten Winkel schlenzte – Florian Wirtz hat es vor zwei Tagen nicht besser gemacht (1:0/43.).

 

Mit einem knappen Vorsprung und der gewünschten Spielkontrolle ging es in die Halbzeitpause. Reißig vermied allgemeine Kritik, hatte allerdings auch wenig Positives hervorzuheben. Mit der klaren Anweisung, die Steckpässe diagonal anstatt flach zu spielen und bei Torschüssen flach anstatt hoch anzusetzen, schickte er seine Jungs in den zweiten Durchgang. Den ohne Wechselspieler angereisten Gospenrodaern und Dippachern war das zunehmende Kräfteschwinden anzusehen. Meistens blieben ihnen lange Bälle auf Kowalski und Müller, die nun deutlich mehr Gegenwehr bekamen. Trotzdem führten Unkonzentriertheiten immer wieder zu brenzligen Situationen. Im offensiven Sektor hatten die Geißrainer das Spiel aber nun im Griff. Steven Neumann und Benjamin Zirpel scheiterten beide am reaktionsschnellen Michael Seidl (50./55.). Für großes Aufsehen sorgte Luis Wermig, als er einen hohen Laufpass per Hand aus der Luft fischte, zum ausschließlich eigenen Entsetzen seine zweite Gelbe Karte gezeigt bekam und vom Platz geschickt wurde Beim Eingreifen eines Stürmers hätte der Unparteiische auf Abseits entschieden, doch so weit war es nie gekommen. Wermigs Frustrationstoleranz reichte von einem verbalen Angriff auf den Schiedsrichter bis zu einem Schlag gegen die Spielerkabine (59.). Doch auch mit zehn Spielern stellten sich die Gäste jedem Angriff mit ihren Körper in den Weg. Den Eckardtshäusern fehlte es weiterhin am Salz in der Suppe, am gewissen Feuer, den Weg ins Tor finden zu wollen. Flanken kamen zu scharf oder zu hoch, bei Abschlüssen wurde zu lange gezögert und ein Haken zu viel gemacht. Die aggressive Verteidigungshaltung der SG Gospenroda III machte es ihnen nicht leichter. Ein zweites Tor wäre dennoch verdient gewesen – und es fiel, nur nicht aus Perspektive des Schiedsrichters. Marc-Kevin Kaßner hatte von halbrechts in die linke Ecke geschoben, der Ball kullerte jedoch augenscheinlich durch ein Netzloch hindurch ins Toraus (Fotobeweis hängt in der Galerie an). Besonders verrückt macht es der Umstand, dass das letzte Phantomtor am Geißrain ebenfalls Marc-Kevin Kaßner zuzuschreiben ist. Am Freitagabend des 09. Septembers 2016 erkannte der damalige Schiedsrichter Klaus Reißig im Derby gegen die SG Marksuhl (3:3) nicht, dass Kaßners Schuss an der hinteren Dreiangelstange landete und von dort aus dem Tor sprang. Heute löste sich das Problem von selbst, denn ein Gospenrodaer Verteidiger fälschte Daniel Herings Schussversuch unhaltbar ab (2:0/88.). Hering selbst setzte zwei Minuten sogar noch einen drauf, ließ sich perfekt von Fabian Forejt bedienen und sorgte mit der Pike in die Tormitte für den Endstand (3:0/90.).

 

Nun sind es nur noch acht Tage, ehe am Ostermontag, 06. April 2026, das „kleine Derby“ gegen die SG Marksuhler SV II im eigenen Wohnzimmer steigt. Bis dahin müssen sich die Geißrainer vor allem in den Bereichen Spielsauberkeit, Geduld und Ernsthaftigkeit resetten, um das Geschehen wieder an sich zu reißen. Erwähnenswert ist die freudige Erkenntnis, einen Rückkehrer in den Eckardtshäuser Reihen begrüßen zu dürfen. Tom Haide lief nach seinem halbjährigen „Ausflug“ nach Mecklenburg-Vorpommern samt aktiver Zeit beim FSV Karlshagen auf Usedom wieder im blau-gelben Trikot und „seiner“ Nummer 31 auf.

 

(Arthur Seiler)

 

Aufstellung:

Panagiotis Morkos, Dominik Kaßner, Lukas Huhn (Tobias Hüttig 71.min), Fabian Forejt, Oday al-Hennawi, Christoph Senf, Arthur Seiler (Tom Haide 82.min), Marc-Kevin Kaßner, Benjamin Zirpel, Steven Neumann, Daniel Hering

 

Karten:

SV 49 – keine

SG Gospenroda III – 1mal Gelb, 1mal Gelb-Rot

 

Schiedsrichter:

Alexander Dressel

 

 

Ein herzliches Dankeschön an Jessy fürs Knipsen der Bilder!


Fotos vom Spiel