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SV 49 Eckardtshausen e.V.

1.Männer : Spielbericht

1. Kreisklasse Westthüringen Staffel 3
1. Spieltag - 23.08.2026 15:00 Uhr
Wacker Bad Salzungen II   SV 49 Eckardtshausen
Wacker Bad Salzungen II 10 : 3 SV 49 Eckardtshausen
(3 : 2)

Spielstatistik

Tore

Dominik Kaßner, Benjamin Zirpel, Steven Neumann

Assists

Dominik Kaßner, Benjamin Zirpel, Steven Neumann

Zuschauer

40

Torfolge

0:1 (20')Steven Neumann (Benjamin Zirpel)
1:1 (24')Wacker Bad Salzungen II
2:1 (28')Wacker Bad Salzungen II
3:1 (34')Wacker Bad Salzungen II
3:2 (37')Benjamin Zirpel (Dominik Kaßner)
4:2 (51')Wacker Bad Salzungen II
4:3 (52')Dominik Kaßner (Steven Neumann)
5:3 (63')Wacker Bad Salzungen II
6:3 (65')Wacker Bad Salzungen II
7:3 (73')Wacker Bad Salzungen II
8:3 (82')Wacker Bad Salzungen II
9:3 (85')Wacker Bad Salzungen II
10:3 (89')Wacker Bad Salzungen II

Böses Erwachen auf Kunstrasen: Wacker gewinnt trotz langer Gegenwehr zweistellig

SV Wacker 04 Bad Salzungen II – SV 49 Eckardtshausen 10:3 (3:2)

 

Tore:

0:1 Steven Neumann (20.min)

1:1 Marouen Mejri (24.min)

2:1 Steffen Topf (28.min)

3:1 Denis Strom (34.min)

3:2 Benjamin Zirpel (37.min)

4:2 Justin Theuer (51.min)

4:3 Dominik Kaßner (52.min)

5:3 Marouen Mejri (63.min)

6:3 Steffen Topf (65.min)

7:3 Marouen Mejri (73.min)

8:3 Mohamad Elmoussa (82.min)

9:3 Murtaza Kohnaward (85.min)

10:3 Marouen Mejri (89.min)

 

Kuriose Zwischenfälle und später Totalsausfall

 

Anderer Sonntag, gleiches Bild: 13 Eckardtshäuser liefern bis zu Beginn der letzten halben Stunde einen weitestgehend offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe, lassen ab der 60. Spielminute allerdings ihre Griffigkeit und Laufkonsequenz völlig außen vor. Dies resultiert wie schon in der Vorwoche gegen Falken (1:4) in einer verdienten Niederlage mit letztlich weitaus größerem Ausmaß.

 

Es ist knapp drei Jahre her, als die Geißrainer letztmalig auf dem Kunstrasenplatz des Bad Salzunger Werra-Energie-Stadions gastierten und einen kopiergleichen Auftritt auf das synthetische Grün zauberten. Am 24. September 2023 unterlagen die Jungs von Marcel Knauer zum 8. Kreisligaspieltag den SV Wacker 04 Bad Salzungen II mit 2:6 und hatten trotz 60-minütiger Überzahl gegenüber einer nominell „verbesserten“ zweiten Mannschaften nur wenig gegen den Ball entgegenzusetzen. Heute durfte Coach Martin Reißig ebenfalls vom Dasein des Routiniers Knauers profitieren, der seine Aufgabe als letzter Mann gut löste. Aufgrund des spielfreien Wochenendes der Bad Salzunger Landesklasse-Mannschaft fanden sich einige klanghafte Namen in der Aufstellung wieder. Neben dem ehemaligen Juniorenbundesliga- und Oberligakeeper Philipp Konjevic (FSV Martinroda & FC Rot-Weiß Erfurt) waren Landesklasse-Kicker wie Denis Strom, Justin Theuer und Ali Mousa mit von der Partie. Für Martin Reißig kein Anlass zur Sorge – im Gegenteil: Er mahnte davor, die personelle Besetzung des Gegners zum dauerhaften Gesprächsthema zu ernennen und stellte seine Jungs auf enge Zweikampfführung und gedankliche Klarheit bei Doppel- und Klatschpässen ein.

 

Wacker begann schwungvoll, ohne dabei ernsthafte Torgefahr zu erzeugen. Über das Zentrum sollten die Lücken gesucht werden, die Toni Berndt, Oday al-Hennawi und Marcel Knauer engmaschig hielten. Auch Johannes und Lukas Huhn ließen über die Außenbahnen wenig zu. Michael Schäfers Drehschuss über die Latte war die erste nennenswerte Aktion (10.). Anschließend wurde es kurios: Bad Salzungens Trainer Denny Hoffmann trat mit Martin Reißig und Schiedsrichter Oswin Bernhardt freundlich ins Gespräch. Einigen Beteiligten war der Fauxpas längst ins Auge gestochen: In der Wacker-Aufstellung waren nur zehn Spieler aufgelistet, obwohl elf Kicker auf dem Platz standen. Die Nennung von „Rückennumer 12“ konnte niemand finden, weshalb Trainer Hoffmann seinen Schützling nach 18 Minuten vom Platz nahm. Eine sehr unübersichtliche und fragwürdige Situation, die mit der wenig später folgenden Einwechslung von Tobias Hübner („Rückennummer 11“) für einen nicht auf dem Platz stehenden Spieler zu einer erneuten Auffüllung der Bad Salzunger Elf führte. Ob dieser Umstand ein Nachspiel haben wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch offen. Zurück zum Spielerischen, wo Eckardtshausen die kurzzeitige Verwirrung eiskalt ausnutzte. Benjamin Zirpel spielte im richtigen Moment zu Steven Neumann, der die Kugel im Eins-gegen-Eins Philipp Konjevic durch die Hosenträger schob (1:0/20.). Leider währte der Jubel nur bis zum ersten Eckball der Salzstädter. Marouen Mejri segelte am langen Pfosten in die Flanke und köpfte zum Ausgleich ein (1:1/24.). Postwendend kippte das Momentum zugunsten der mittlerweile wieder zu elft spielenden Hausherren. Einem vermeidbaren Ballverlust auf der linken Seite folgte der schnelle Steckpass auf Steffen Topf, dessen Schuss aus spitzem Winkel Panagiotis Morkos gleichermaßen durch die Beine rutschte (1:2/28.). Wacker versprühte schlagartig Angriffslust, blieb bei Steckpässen durch die Mitte aber weiterhin anfällig. Den Vorsprung bauten die Gastgeber dennoch aus, als Denis Strom zu wenig Gegenwehr geleistet wurde und er seinen Abschluss aus 20 Metern flach neben den linken Pfosten setzte (1:3/34.). Körperlich blieben die Geißrainer obenauf, gewannen wichtige Zweikämpfe wie Dominik Kaßner am Mittelkreis. Postwendend spitzelte er das Leder in Steven Neumanns Lauf, der für Benjamin Zirpel passieren ließ. Zirpel visierte die kurze Ecke an und verkürzte auf 2:3 (37.). Auch wenn Wacker II die spielerische Oberhand behielt und mit gefährlichen Flanken und Schussversuchen dranblieb, ging es mit einem knappen Rückstand in die Halbzeitpause.

 

Mit dem Wiederanpfiff verpasste Benjamin Zirpel nur knapp seinen zweiten Treffer, als er nach einem weiten Einwurf freistehend über den Ball schlug (46.). Minuten später sorgte Bad Salzungens eingewechselter Justin Theuer bei einem Abstimmungsfehler im Aufbauspiel für den nächsten Rückschlag, spritzte in den zu kurz ausgeführten Abstoß und stellte auf 2:4 (51.). Wer glaubte, die Hausherren hätten nun den endgültigen Aufruf zum Heimsieg gestartet, der sah sich getäuscht. Vom Anstoß weg wurde Steven Neumann bedient, der den Ball mit dem Rücken zum Tor auf Dominik Kaßner weiterleitete. Kaßner blieb im Duell mit Konjevic der Sieger und durfte seinen Treffer seit Oktober 2025 bejubeln (3:4/52.). Doch schon jetzt offenbarten sich großen Lücken in der Geißrainer Rückwärtsbewegung. Immer wieder erhielten die spielstarken Mittelfeldmotor Marouen Mejri und Ali Mousa freies Geleit und konnten ihre Passgenauigkeit ausspielen. Schließlich sorgte Mejri mit trockenem Schuss von der Strafraumgrenze für den alten Torabstand (3:5/63.). Die abermalige prompte Antwort wäre beinahe gefolgt, hätte Dominik Kaßner allein vor dem Tor den richtigen Moment zum Querpass auf Steven Neumann gefunden. Im unmittelbaren Gegenzug marschierten drei Wacker-Spieler problemlos durch das offene Zentrum, bis Mejris Abschluss folgte, Morkos parierte und Steffen Topf den Nachschuss über die Linie drückte – der psychologische Knockout (3:6/65.). Anstatt 4:5 stand es nunmehr 3:6, was bei Bad Salzungen eine sichtliche Leichtigkeit entfachte und darüber hinaus die Kräfte der Eckardtshäuser maßgeblich strapazierte. Nach Ballverlusten hatte die Hoffmann-Elf freies Spiel. Marouen Mejri, unangefochtener „Spieler des Spiels“, setzte über links zum Schuss an und stellte auf 3:7 (73.). Mohamad Elmoussa ließ nach einem inkonsequent geklärten Eckball das nächste Gegentor folgen (3:8/82.). Offensiv tauchten Marc-Kevin Kaßner, Arthur Seiler und Benjamin Zirpel allesamt nochmal brandgefährlich im gegnerischen Strafraum auf, sorgten anstatt des vierten Tores aber vielmehr zu weiteren Konterangriffen. Murtaza Kohnaward durfte die Kugel unbedrängt in den rechten Torknick schlenzen (3:9/85.); Marouen Mejri machte das Ergebnis sogar noch zweistellig (3:10/89.).

 

Völlig enttäuscht und sichtlich wütend aufeinander fanden sich die Geißrainer im Abschlusskreis zusammen. Was nach einer anfänglich weitestgehend zufriedenstellenden Leistung mit Comebacks aussah, mündete in einem 3:10-Debakel. So etwas darf auch gegen eine spielerisch besser aufgestellte Wacker-Elf nicht passieren. Ob nun mangelnde Kondition, etwas Pech bei möglichen Abseitsentscheidungen, das Hergeben des Momentums, hervorragende Einzelgegenspieler oder die kontinuierlich gegenseitige, teils herunterziehende Kritik dafür verantwortlich waren, kann niemand abschließend beantworten. Es wird eine Mischung aus allem sein. Dennoch muss am kommenden Sonntag, 30. August 2026, eine Reaktion über 90 (!) Spielminuten auf dem Platz folgen. Gegner ist die SG BSG Kali Werra Tiefenort II, gespielt wird um 15.00 Uhr in Kieselbach.

 

(Arthur Seiler)

 

Aufstellung:

Panagiotis Morkos, Marcel Knauer (Tom Haide 75.min), Johannes Huhn, Lukas Huhn, Toni Berndt, Oday al-Hennawi, Dominik Kaßner, Fabian Forejt (Arthur Seiler 46.min), Marc-Kevin Kaßner, Benjamin Zirpel, Steven Neumann

 

Karten:

keine

 

Schiedsrichter:

Oswin Bernhardt

 

 

- Bilder folgen -