1.Männer : Spielbericht
2. Spieltag - 30.08.2026 15:00 Uhr
| SG BSG KW Tiefenort II | SV 49 Eckardtshausen | |||
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3 | : | 1 | ![]() |
| (1 | : | 1) | ||
Aufstellung
Spielstatistik
Tore
Benjamin ZirpelAssists
Arthur SeilerGelbe Karten
Arthur SeilerZuschauer
180Torfolge
| 1:0 (30') | SG BSG KW Tiefenort II |
| 1:1 (45+2') | Benjamin Zirpel (Arthur Seiler) |
| 2:1 (66') | SG BSG KW Tiefenort II |
| 3:1 (81') | SG BSG KW Tiefenort II |
Saisonfehlstart perfekt: Zwei Fernschüsse lassen SG Tiefenort II triumphieren
SG BSG Kali Werra Tiefenort II – SV 49 Eckardtshausen 3:1 (1:1)
Tore:
1:0 Pascal Karn (30.min)
1:1 Benjamin Zirpel (45.+2.min)
2:1 Hannes Blaurock (66.min)
3:1 Hannes Blaurock (81.min)
Gleicher Tag, anderes Jahr, gleiche Enttäuschung
Fußball schreibt Geschichte. Fußball schreibt Erinnerung. Manchmal schreibt der Fußball aber auch wiederholt Dinge, die niemandem so wirklich gefallen. Am 30. August 2025 standen sich die Eckardtshäuser erstmals mit der SG BSG Kali Werra Tiefenort II in Frauensee gegenüber. Einer eigentlich dominanten ersten Geißrainer Halbzeit setzte die BSG im zweiten Durchgang mit drei Treffern binnen acht Minuten ein jähes Ende. Die Hausherren gewannen ihr Heimspiel mit 3:2 gegen letztlich komplett desillusionierte Eckardtshäuser. Auf den Tag genau, ein Jahr später, zeigte der Kalender den 30. August 2026 und erneut trudelten die Blau-Gelben zum Auswärtsspiel in Frauensee ein. Aufgrund des an diesem Wochenende hier stattfindenden Sportfestes wurde der Austragungsort von Kieselbach zum Sportplatz „An der Sandspitze“ verlegt – vor dem Spiel wurde noch über das „am sinnlosesten aus der Hand gegebene Spiel der Vorsaison“ geredet; nach dem Abpfiff, 365 Tage später, durchtrieben das Team von Martin Reißig beinahe deckgleiche Gefühle.
Dabei startete der SV 49 griffig in die Partie. Die 3:10-Schmach von Bad Salzungen wollten die Jungs schnell hinter sich lassen, auch wenn sie sich gut 60 Minuten auf Augenhöhe duellierten. Erste gewonnene Zweikämpfe führten direkt zu nennenswerten Offensivakzenten über Steven Neumann und Jonas Manß, allerdings ohne klaren Torabschluss. Die SG Tiefenort/Frauensee/Kieselbach II nutzte gezielt ihren knackigen Rückwind bei Einwürfen und langen Bällen. Toni Berndt behielt die Nerven und lief alle Angriffsversuche gekonnt ab. Für die knapp 180 Zuschauer war es mitnichten ein ansehnliches Fußballspiel. Geprägt von Unterbrechungen und viel zu schnell gepfiffenen Foulspielen, war die Partie von viel Leerlauf durchzogen. Mit dem Ball sah das Spiel der Reißig-Elf aber weitaus mehr nach einem Plan aus als das von Kali Werra. Alexander Sinn schnappte Fabian Forejt nur Sekundenbruchteile zu früh den Ball vom Fuß (18.). Auf der Heimseite marschierte Marcel Dietzel frei durch, wurde durch Toni Berndt aber am Schuss gehindert (23.). Inmitten einer eigentlich bestimmenden Geißrainer Phase, stiftete eine inkosequent ausgeführte Abstoßsituation für Verwirrung in der Abwehr, die Pascal Karn vorhersah und im zweiten Schussversuch ausnutzte (0:1/30.). Wie schon in Bad Salzungen, brachten sich die Jungs um ihren eigenen Preis. Am weitestgehend ausgeglichenen Spiel mit guten Ballbesitzphasen änderte sich wenig. Torgefahr blieb auf beiden Seiten Mangelware, bis Arthur Seiler im Zentrum einen Ball behauptete und mit einer Drehung zwei Gegenspieler im Laufduell abschüttelte. Von der Grundlinie aus fand er den am Fünfmeterraum stehenden Benjamin Zirpel, der die Kugel mit der Innenseite im Netz zappeln ließ (1:1/45.+2.). Psychologisch bedeutsamer hätte der Ausgleichstreffer nicht fallen können.
Martin Reißigs kritische Worte richteten sich vor allem an das „Spiel ohne Ball“. Phasenweise wurden die Gastgeber zu Laufpässen eingeladen. Außerdem sollte mit mehr einfachen Steckpassversuchen durch das Zentrum die gegnerische Abwehr wie in der Vorwoche durchbrochen werden. Die direkte Anstoßvariante über Zirpels Laufpass und Seilers Hereingabe verpasste Manß im Zentrum nur um Zentimeter (46.). Tiefenort II war bei Tiefenpässen über Rechtsaußen immer wieder verwundbar. Andersherum stieg Eckardtshausens Verwundbarkeit nach Ballverlusten in teils übereifrigen Dribblingsituationen. Die Hausherren schalteten prompt um, konnten jedoch glücklicherweise von Toni Berndt, Lukas Huhn und Johannes Huhn gestellt werden. Elias Posnainski knallte das Leder völlig überhastet ins Fangnetz (55.). Es blieb ein neutrales Duell. Die jeweilige Mannschaft im Ballbesitz konnte sich nur schwer aus der eigenen Hälfte befreien und profitierte von hektischen Fehlern im Aufbauspiel des Gegners. Tim Iflands verunglückter Abstoßversuch führte zu einem weiteren Konter über rechts, bei dessen Flanke Steven Neumann per Kopf und Jonas Manß im Nachschuss ganz nah dran am Führungstor waren (63.). Auf der Gegenseite ergatterte sich die Spielgemeinschaft einen verlorengeglaubten Ball. Hannes Blaurock hielt einfach mal aus 25 Metern drauf – und die Kugel schlug in Panagiotis Morkos' kurzem Eck ein (1:2/66.). Momente später titschte Pascal Karns direkter Freistoß von halblinks auf die Latte (68.). Eckardtshausen blieb dran, verzagte aber an rasant steigender Ungenauigkeit und teils gewagtem Risiko. Dennoch vergaben Christoph Senf per Kopf nach einem Eckball und Steven Neumann bzw. Arthur Seiler im gegenseitigen Abschlussversuch große Ausgleichschancen (75.). Auch Zirpel rauschte alleine vor dem Tor nur ganz knapp an einer Hereingabe vorbei (78.). Keeper Sinn parierte außerdem reaktionsschnell einen Kopfball von Oday al-Hennawi. Hinten blieben die Geißrainer nun deutlich offener und die Lücken im Zentrum rissen weit auf. Die Mischung aus dem notwendigen Offensivrisiko und einer sinkenden Laufbereitschaft bereitete den führenden Hausherren ein prallgefülltes Serviertablett an Gelegenheiten. Trotzdem reichte es „nur“ zu einem erneutem Fernschusstor von Hannes Blaurock, der diesmal mit dem Außenrist dem eingewechselten Anton Reum überraschte (1:3/81.). Reum verhinderte bei Blaurocks drittem Schussversuch den Hattrick des Mittelfeldmannes (85.). Mit etwas mehr Konzentration und Kraft wäre der Anschlusstreffer gewiss möglich gewesen, doch die großen Lücken in der Tiefenorter Verteidigung konnten nicht mehr konsequent genutzt werden.
Das Spiel, in dem Uwe Kayßer die gesamte zweite Halbzeit keine klare Linie in der Beurteilung von Zweikämpfen fand, neigte sich dem Schlusspfiff entgegen und ging letztlich durch Schlafmützigkeit und zu hohe Risikobereitschaft erneut in Frauensee verloren. Die Enttäuschung nach saisonübergreifend vier Pflichtspielniederlagen in Folge – mit Ausnahme des Nichtantrittes der SG FSV Diedorf/Rhön II (2:0) – war jedem einzelnen Geißrainer ins Gesicht geschrieben. Auch wenn Tiefenorts Sieg über 90 Minuten hinweg nicht verdient war, hatte kaum jemand etwas Positives aus dem Spiel mitzunehmen. Möglicherweise aus Frustration; möglicherweise aus wiederholten Fehlern, die zu keinem Lerneffekt folgten. Kommenden Samstag, 05. September 2026, muss gegen die SG FC Schweina-Gumpelstadt III die körperliche Brechstange ausgepackt werden. Die Möhraer erkämpften sich an diesem Samstag ein 3:3 gegen Wacker Bad Salzungen II und waren nah dran am Sieg. Es scheint auf eine sehr ausgeglichene Staffel hinauszulaufen, in der jeder gegen jeden gewinnen oder verlieren kann.
(Arthur Seiler)
Aufstellung:
Panagiotis Morkos (Anton Reum 75.min), Toni Berndt, Johannes Huhn, Lukas Huhn, Christoph Senf, Oday al-Hennawi, Arthur Seiler, Fabian Forejt, Benjamin Zirpel, Steven Neumann, Jonas Manß (Marc Adelmann 76.min)
Karten:
Gelb – Arthur Seiler
SG Tiefenort II – 2mal Gelb
Schiedsrichter:
Uwe Kayßer
- Bilder folgen -


