1.Männer : Spielbericht
18. Spieltag - 25.04.2026 15:00 Uhr
| SV 49 Eckardtshausen | SG VfB 1919 Vacha III | |||
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Aufstellung
Spielstatistik
Gelbe Karten
Daniel HeringZuschauer
40Torfolge
| 0:1 (84') | SG VfB 1919 Vacha III |
Um verdienten Punkt gebracht: Spätes Tor bringt Vacha III den Sieg
SV 49 Eckardtshausen – SG VfB 1919 Vacha III 0:1 (0:0)
Tore:
0:1 Leon Nube (84.min)
Ein einziger Torschuss ins blau-gelbe Herz
Vom letzten Heimauftritt mussten sich Spieler und Fans im positiven Sinne erstmal erholen; erholen von 90 Minuten voller Spielfreude und sagenhaften zwölf Tore für den SV 49 Eckardtshausen gegen die SG TuS Meimers 04. Der vergangene Spielbericht war übersäht von Superlativen über den Pflichtspielrekodsieg der Reißig-Elf, was den Fokus auf das nächste Heimspiel gegen die SG VfB 1919 Vacha III keinesfalls verschieben durfte. Das Team der selbsternannten „SG Lohberg III“ hat ihren Spielschwerpunkt in Sünna und Unterbreizbach. Letzterer Ort war Schauplatz des wahrscheinlich ernüchternsten Geißrainer Saisonauftrittes. Im Oktober siegte das Heimteam in der U'bacher Salz-Arena hochverdient mit 3:0. Mit dem besagten Erfolg starteten die Lohberger eine Serie von zehn Spielen ohne Niederlagen in Folge, darunter drei Remis gegen die SG Meimers (0:0) und sogar die Aufstiegsanspiranten der SG Borsch III (1:1) und SG Oechsen (2:2). Bei nur 16 Vachaer Gegentreffern mussten sich die Eckardtshäuser zudem auf eine defensive kompakte Leistung der Gäste einstellen, die bei 30 erzielten Toren keine offensive Schießbude bilden, mit Pascal Grzesiek aber immerhin den zweitbesten Torjäger der Liga stellen. Grzesiek fehlte allerdings gelbgesperrt.
Martin Reißig bereitete seine Jungs auf ein gänzlich anderes Spiel vor, was seine Schützlinge gut umsetzten. Im Tor gab Sören Pippoleit zur Freude vieler Zuschauer nach fast einem Jahr aushilfsweise sein Comeback und hatte wenig zu tun. Über die rechte Außenbahn konnten immer wieder Fehler provoziert werden, die zwei erste Abschlüsse von Lukas Huhn und Marc-Kevin Kaßner erbrachten – beide waren in Folge zu harmlos (8./10.). Mit strukturiertem Aufbauspiel und sichtbaren Wegen in die Räume zog Eckardtshausen das Spiel an sich. Toni Berndt hielt den eigenen Strafraum sauber. Davor sortierten Christoph Senf und Tobias Hüttig das Spielgeschehen. Fortwährendes Manko sollte das zielstrebige Ausspielen aussichtsreicher Angriffssituationen bleiben, die schließlich in hektischem Abschließen resultierten. Zu nennen seien Daniel Herings und Marc-Kevin Kaßners Außenristschüsse aus der zweiten Reihe, bei denen Loris-Simeon Vogel im Kasten nicht gefordert wurde (12./27.). Die Gäste ließen ausschließlich bei Eckbällen aufhorchen, mit Ausnahme eines flachen Torabschlusses von Dominik Eck (29.). Alle weiteren Flanken und Steckpässen blockten etliche blau-gelben Beine ins Seiten- oder Toraus. Sechs Minuten vor der Pause hatte Arthur Seiler die wahrscheinlich größte Chance zur Führung auf den Fuß, stoppte Benjamin Zirpels perfekte Seitenverlagerung mit dem rechten Schlappen und zog freistehend aus elf Metern mit linkem Vollspann ab; sein Schuss strich leider über den Querbalken (39.). Auch Tobias Hüttigs Versuch aus vermeintlich guter Position war zu halbherzig, um Vogel ernsthaft zu gefährden (43.).
Bei anhaltend torlosem Spielstand bat Schiedsrichter Justin Schatz alle Beteiligten zum Pausengang. Der Unparteiische setzte nach der letztwöchigen Ansetzung eines Meininger Schiedsrichters (Lukas Schmidt) eine neue Rekordmarke: Von seinem Heimatort Zella-Mehlis (KFA Rhön-Rennsteig) waren es insgesamt über 120 Kilometer, die er für das Leiten einer Kreisklasse-Partie zurücklegen musste. Eines sei vorweggenommen: Schatz überzeugte durchweg mit seiner klaren, kommunikativen und diplomatischen Linie. Trainer Reißig versuchte unterdessen darauf aufmerksam zu machen, das Angriffsspiel deutlich häufiger auf die rechte Seite zu verlagern, da eine Mehrzahl guter Torabschlüsse aus Stockfehler des gegnerischen Linksverteidigers hervorgingen. Fortan fehlte etwas die Durchschlagskraft, was einer wachsenden Vachaer Entschlossenheit zugeschrieben werden konnte. Im Angriff versuchten die Gäste nun zwar deutlich mehr, zeigten sich bei ihren Kontergelegenheiten aber ähnlich unkonzentriert wie die Heimelf. Der zweite Durchgang verlief allgemein ausgeglichener, auch wenn den Eckardtshäusern ein ausgeprägterer Kampfgeist anzusehen war. Steven Neumann verpasste eine scharfe Kaßner-Hereingabe, der ein viel zu steil geratener Seiler-Pass vorausging (70.). Beide Torhüter mussten nur ganz selten eingreifen, da kaum ein Abschluss auf das Gehäuse gelangte. Darüber hinaus wechselte die SG Vacha III fünffach, was ihnen einen konditionelle Vorteil brachte. Eckardtshausen wollte zweifellos mehr als (den rückblickend ebenfalls als gut empfundenen) einen Punkt – und dennoch geschah das absolut entmutigende Gegenteil. Für einen kurzen Moment wurde dem eingewechselten Leon Nube zu wenig Gegenwehr geboten, der drei Schritte marschierte und sich mit einem Dampfhammer aus 25 Metern probierte. Pippoleit sprang ins kurze Eck, konnte den wuchtigen Einschlag ins Netz aber nicht mehr entscheidend verhindern (0:1/84.). Schlagartig war Vacha III auf Siegkurs, obwohl die Geißrainer heute alles daran setzten, die Serie der Gäste stoppen zu können. Es entwickelten sich zehn Schlussminuten, in denen Eckardtshausen alles in Waagschale warf, dabei aber etwas verkrampft wirkte. Vielleicht fehlte auch das gewisse Spielglück, um nochmal eine aussichtsreichere Torgelegenheit außer Zirpels Direktabnahme über den Kasten zu erzwingen (90.+2.). Mit taktischen Fouls und Einsatz schien die Spielgemeinschaft aus Vacha erst jetzt so richtig angekommen zu sein, was letztlich aber auch für drei Punkte reichen sollte.
Aus neutraler Sicht war es das klassische Aufeinandertreffen, bei dem die Mannschaft gewinnt, die den ersten Treffer erzielt. Über das gesamte Spiel betrachtet wäre es alles andere als unverdient gewesen, wenn dies den Eckardtshäusern gelungen wäre – es geschah so aber nicht. Mit einem Punkt hätten sich die allermeisten Beteiligten wahrscheinlich auch abfinden können, doch so war es erstmal ein dicker Brocken, den die Geißrainer verarbeiten mussten. Nun steht den Jungs ein spielfreies Wochenende bevor, um neue Motivation für das Auswärtsspiel in Möhra zu tanken. Anpfiff ist am Sonntag, 10. Mai 2026, um 15 Uhr im Fortuna-Park.
(Arthur Seiler)
Aufstellung:
Sören Pippoleit, Toni Berndt, Oday al-Hennawi, Lukas Huhn, Tobias Hüttig, Christoph Senf, Arthur Seiler (Tom Haide 83.min), Marc-Kevin Kaßner, Benjamin Zirpel, Daniel Hering, Steven Neumann (Mick Kubus 85.min)
Karten:
Gelb – Daniel Hering
SG Vacha III – 3mal Gelb
Schiedsrichter:
Justin Schatz
Eine ganz besondere Perspektive auf das Spielgeschehen erlangt Ihr dank der Drohnenaufnahmen von Daniel Hering, ausgeführt von Johannes Huhn. Unter diesem Link seht ihr eine zusammenhängende Spielsituation, der zweite Link wiederum ist ein Zusammenschnitt der Spielhighlights. Vielen Dank für diese besondere Gelegenheit! Bilder folgen.


