1.Männer : Spielbericht
6. Spieltag - 04.10.2026 13:00 Uhr
| SG Marksuhler SV II | SV 49 Eckardtshausen | |||
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Aufstellung
Spielstatistik
Tore
Jonas ManßAssists
Christoph SenfGelbe Karten
Oday al-HennawiZuschauer
56Torfolge
| 0:1 (36') | Jonas Manß (Christoph Senf) |
Goldenes Tor: Manß entscheidet erstes Derby im Weihersgrund seit 15 Jahren
SG Marksuhler SV – SV 49 Eckardtshausen 0:1 (0:1)
Tore:
0:1 Jonas Manß (36.min)
Starkem ersten Durchgang folgt spielerischer Einbruch
Anhand früherer Fußballspiele erkennt der Fan, wie alt er oder sie doch geworden ist. Es war der 18. September 2011 – alles andere als ein unscheinbarer Sonntagnachmittag – an dem die Geißrainer Männermannschaft zuletzt beim Ortsnachbarn im Weihersgrund gastierte. Joker Marcel Stauch rettete mit seinem damals erst zweiten Pflichtspieltor den überraschenden Punkt gegen den Marksuhler SV. Ab der darauffolgenden Saison trat der MSV die Spielgemeinschaft mit dem SV Förtha-Unkeroda an. Etliche Auftritte der Alten Herren und auch Heimspiele der Schellenberg-Generation lagen zwischen diesem und dem heutigen Auswärtsspiel bei der SG Marksuhler SV II, doch die acht Auswärtsderbys (fünfmal gegen die erste, dreimal gegen die zweite Mannschaften) fanden stets in Förtha statt. Heute nun bekamen die Zuschauer einen Doppelspieltag im Marksuhler Weihersgrund zu sehen, dessen Auftakt das „kleine Derby“ bildete und anschließend von der einseitgen, aber torreichen Kreisligapartie zwischen der SG Marksuhler SV und der SG Bremen/Rhön (10:0) abgerundet wurde.
Der verdiente Auswärtssieg in Oechsen (2:0) verlieh den Blau-Gelben Rückenwind; dennoch lagen mehr als drei Wochen zwischen diesem und dem heutigen Aufeinandertreffen. Für Staunen sorgte der mit 16 Spielern gut gefüllte Mannschaftskader, welcher gleichermaßen das Risiko barg, dass nicht alle motivierten Geißrainer zum Einzeit kommen könnten. Martin Reißig peitschte seine Jungs ein und gab schon vor Spielbeginn mit auf den Weg, dass „sie sich nur selber schlagen können“. Auf dem nassen Marksuhler Rasen hatten beide Kontrahenten sichtlich Mühe, sich spielerisch aus Aufbausituationen zu befreien. Der Ball schien beim Zuspiel immer wieder früh abzubremsen, was in teils hektischen Klärungsversuchen resultierte. Die ersten Akzente setzte schließlich Eckardtshausen über ihre agile „Hängende Spitze“ Toni Berndt aus der zweiten Reihe (8.). Marksuhl/Förtha II profitierte zweitweise von Abstimmungsfehlern, konnte die aussichtsreichen Angriffe, meistens über Max Karmann, aber nicht konsequent ausspielen. Die anschließenden Ecken verpufften. Somit übernahm der SV 49 fortan das Kommando und wusste zunehmend mehr, mit dem Ball etwas anzufangen. Einen tollen Steckpass von Dominik Kaßner verwertete Toni Berndt beinahe aus vollem Lauf (25.). Momente später ergab sich Marc-Kevin Kaßner über rechts nach Benjamin Zirpels Zuspiel die Einschussgelegenheit, doch der Ball wurde minimal zu weit gespielt (28.). Als besonders gefährlich entpuppten sich alle Geißrainer Eckbälle, bei denen Marksuhl den nach seiner Gelb-Rot-Sperre zurückgekehrten Christoph Senf so gar nicht unter Kontrolle brachte. Gleich viermal kratzte Keeper Maximilian Mäurer reaktionsschnell einen Senf-Kopfball von der Linie, einmal davon vor Jonas Manß' Füße. Manß erlöste die Gäste, in dem er das Leder aus zwei Metern ins Netz drückte und seinen erst zweiten Pflichtspieltreffer im Eckardtshäuser Trikot erzielte (1:0/36.) – war da nicht etwas mit zweiten Pflitchtspieltreffer...? Bis zur Pause hätte sich niemand über eine höhere Führung beschweren dürfen, was Marksuhls Abwehrzentrum um den resolut verteidigen Maximilian Heß aber verhinderte.
Jeder Geißrainer rechnete mit einer anfänglichen Leistungssteigerung der Gastgeber zum Wiederanpfiff. Entsprechend mahnende Worte richtete Reißig an seine Elf. Das Spiel mit dem Ball ohne sinnlose, weite Schläge setzten die Jungs hervorragend um. Einzig das offensive Anlaufen hätte noch Aufholbedarf. Unaufgeregt plätschterte das Derby knapp zehn Minuten vor sich hin, bis die Spielgemeinschaft bei einem Ballgewinn Oberwasser bekam. Die eingewechselten Raphael Eckert und Wilhelm Horn pressten hoch und bereiteten ständig Unruhe. Das Marksuhler Manko blieb allerdings die ausgeprägte Unkonzentriertheit nach ebenjenen Ballgewinnen. Vielversprechende Umschaltmoment schenkten die Hausherren mit überstürzten Querpässen ins Seitenaus her. So kam es, dass Panagiotis Morkos meistens nur etwas bei Flanken- oder Eckbällen zu tun bekam und seine Vordermänner die Angriffe abräumten. Raphael Eckerts abgefälschter Torschuss war dabei die vorerst nennenswerteste Aktion der SG (70.). Die Reißig-Elf traf nun nicht mehr immer die richtigen Entscheidungen, brachte sich selbst um den wirklich überdurchschnittlichen guten ersten Durchgang. Tempoverschleppung und der Moment des perfekten Zuspieles gingen im Tohuwabohu unter. Allerdings ergaben sich auch in den letzten 25 Minuten erwähnenswerte Möglichkeiten, um den Sack zuzumachen. Die wohl größte Chance vergab Marc-Kevin Kaßner, der im Strafraum aus vollem Lauf über den Querbalken zielte (80.). Auch Christoph Senf erarbeitete sich zwei weitere Kopfballgelegenheiten nach Ecken, die erneut Mäurer parierte. Die Gastgeber drückten weiter auf den Ausgleich und sahen sogar den Ball im Tor liegen. Michael Jendrusiak pfiff die Situation allerdings wegen einer Abseitsstellung ab (83.). Als der Unparteiische gerade die Nachspielzeit angezeigt hatte, landete eine weite Heß-Freistoßflanke am langen Pfosten beim Ex-Geißrainer Ralf Pertuch; seine Direktabnahme schepperte noch lange am rechten Außenpfosten nach (90.+1.).
Der Schlusspfiff folgte schon bald und die Gewissheit über die zweiten drei Auswärtspunkte ohne Gegentor in Folge. Einem ersten Durchgang, in dem bereits alles klargemacht werden kann, folgt eine sehr unentspannte zweite Halbzeit. Beinahe hätten sich die Jungs um ihren eigenen Lohn gebracht. Mit dem knappen Auswärtssieg können sie entsprechend gut leben, während Marksuhl einem zum späten Ende hin verdienten Ausgleichstreffer hinterhertrauert. Spielerisch überwogen heute dennoch die guten Aktionen unserer Eckardtshäuser, denen nun erneut zwei spielfreie Wochenenden bevorstehen. Erst am 25. Oktober 2026 geht es mit einem Heimspiel gegen die SG VfB Vacha 1919 IV wieder weiter.
(Arthur Seiler)
Aufstellung:
Panagiotis Morkos, Johannes Huhn, Lukas Huhn, Oday al-Hennawi (Daniel Hering 65.min), Dominik Kaßner, Christoph Senf, Arthur Seiler (Marcel Stauch 89.min), Marc-Kevin Kaßner, Benjamin Zirpel, Toni Berndt, Jonas Manß (Steven Neumann 46.min)
Karten:
Gelb – Oday al-Hennawi
Gelb – Johannes Huhn
SG Marksuhl/Förtha – 1mal Gelb
Schiedsrichter:
Michael Jendrusiak
Quelle: Bilder: © traeumevonmomenten --- Ein herzliches Dankeschön an die liebe Jessie für die abermals großartigen Fotos!


