1.Männer : Spielbericht
17. Spieltag - 18.04.2026 15:00 Uhr
| SV 49 Eckardtshausen | SG TuS Meimers 04 | |||
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12 | : | 0 | ![]() |
| (3 | : | 0) | ||
Aufstellung
Spielstatistik
Tore
4x Daniel Hering, 3x Benjamin Zirpel, Tommy Mengis, Arthur Seiler, Marc-Kevin Kaßner, Steven Neumann, Tom HaideAssists
3x Benjamin Zirpel, 2x Steven Neumann, Tommy Mengis, Toni Berndt, Christoph Senf, Dominik Kaßner, Marc-Kevin Kaßner, Tobias HüttigGelbe Karten
Arthur SeilerZuschauer
25Torfolge
| 1:0 (19') | Benjamin Zirpel (Marc-Kevin Kaßner) |
| 2:0 (36') | Marc-Kevin Kaßner (Benjamin Zirpel) |
| 3:0 (45') | Arthur Seiler (Christoph Senf) |
| 4:0 (48') | Daniel Hering (Dominik Kaßner) |
| 5:0 (50') | Benjamin Zirpel per Elfmeter (Benjamin Zirpel) |
| 6:0 (59') | Daniel Hering (Benjamin Zirpel) |
| 7:0 (65') | Daniel Hering (Toni Berndt) |
| 8:0 (67') | Benjamin Zirpel (Tobias Hüttig) |
| 9:0 (70') | Tom Haide (Steven Neumann) |
| 10:0 (71') | Daniel Hering (Steven Neumann) |
| 11:0 (77') | Tommy Mengis per Elfmeter |
| 12:0 (87') | Steven Neumann (Tommy Mengis) |
Torparty in Blau-Gelb: Meimers geriet am Geißrain zwölffach unter die Räder
SV 49 Eckardtshausen – SG TuS Meimers 04 12:0 (3:0)
Tore:
1:0 Benjamin Zirpel (19.min)
2:0 Marc-Kevin Kaßner (36.min)
3:0 Arthur Seiler (45.min)
4:0 Daniel Hering (48.min)
5:0 Benjamin Zirpel FE (50.min)
6:0 Daniel Hering (59.min)
7:0 Daniel Hering (65.min)
8:0 Benjamin Zirpel (67.min)
9:0 Tom Haide (70.min)
10:0 Daniel Hering (71.min)
11:0 Tommy Mengis FE (77.min)
12:0 Steven Neumann (87.min)
Zirpels Jubiläumstreffer beim Torrekord
Seit der statistischen Zahlenerfassung aller Eckardtshäuser Männerspiele im Jahr 2004 gibt es eine magische Zahl, die nur ganz selten überboten werden konnte. Es ist die „Elf“, in der in diesem Fall mehr steckt als die wohlbekannten „elf Freunde“. Es geht um „elf Tore“: Zehnmal schaffte es eine Geißrainer Männermannschaft, ein Fußballspiel mit zweistellig erzielter Torzahl zu beenden, allerdings nur zweimal davon in einem Pflichtspiel. 2014 beim 11:0-Heimerfolg gegen den FSV Creuzburg sowie erst kürzlich beim 11:2-Auswärtssieg gegen die SG SV Grün-Weiß Gospenroda III im September 2025. Mit Blick auf die Testspielerfolge heben sich ausschließlich ein 13:0 gegen Oberrohn (2016) und ein 14:0 über Ütteroda-Neukirchen (2023) hervor, bei denen die Schallmauer von elf Toren gebrochen werden konnte. Hinsichtlich der Niederlagen kristallisieren sich ebenso zwei von fünf zweistellige Klatschen in Pflichtspielen heraus, die den Eckardtshäusern beide böse in Erinnerung geblieben sein dürften: 2016 in Treffurt (2:11) und 2022 in Leimbach (2:14). Wer an dieser Stelle einen Perspektivwechsel wagt, kann sich dem Gefühl eines Meimers'schen Spielers an diesem Wochenende annähern. Ein Gefühl, das die Schallmauer von elf Toren sogar ausreizen sollte.
Nach dem guten, aber leider punktlosen Auftritt in der Rhön, dem 2:4 bei der SG Borsch III, sollte der Schwung direkt mit ins nächste Heimspiel genommen werden. Das erhoffte sich auch der wiedergekehrte Coach Martin Reißig, mit Unterstützung des letztwöchigen Interimstrainers Marcel Knauer. Von den vorzüglichen Platzbedingungen in Geismar war heute nichts mehr übriggeblieben, auch wenn der harte, trockene Geißrainer Rasen augenscheinlich gut zu sein schien. Die Gäste reisten ohne ihren gesperrten Torjäger Darius Lesser sowie gesperrten Kapitän Tony Erbe an, ließen vergangenes Wochenende mit ähnlicher Aufstellung gegen die SG Vacha III (0:0) trotz alledem aufhorchen. Heute traten aber ausschließlich die Eckardtshäuser ihr Gaspedal von Anfang an auf Anschlag. Innerhalb der ersten 15 Minuten verpassten allein Arthur Seiler und Benjamin Zirpel mehrfach freistehend das Tor (5./10./12.). Daniel Hering reihte sich nach einer Einzelleistung in diese Reihe eine (14.). Gegen den Ball traf die SG TuS Meimers auf früh anlaufende Eckardtshäuser, die mit klugen Steckpässen ihre Mitspieler suchten, im letzten Ballkontakt aber häufig zu unkonzentriert auftraten. Zirpel sorgte mit einem Lupfer für den ersten Torschrei, den der Meininger Schiedsrichter Lukas Schmidt wegen Abseitsstellung zurückpfiff (18.). Momente später legte Marc-Kevin Kaßner auf Zirpel quer, der sich seine zweite Chance nicht nehmen ließ (1:0/19.). Tommy Mengis, Toni Berndt und vor allem Lukas Huhn räumten defensiv alle Laufpässe und Gegenstöße ab, die den beinahe beschäftigungslosen Panagiotis Morkos irgendwie gefährden hätten können. Vorne wollte aber einfach nicht der beruhigende zweite Treffer fallen. Tommy Mengis nahm Christoph Senf eine Eckballflanke ab und köpfte drüber, Steven Neumann rutschte wenige Meter vor dem Gehäuse zweimal das Leder über den Schlappen. Auch die platzierten Distanzschüsse von Hering und Zirpel kratzte Florian Dietzel aus den Ecken. Erst ein Steckpass von Benjamin Zirpel auf seinen vorigen Vorlagengeber Marc-Kevin Kaßner brach den Bann. Kaßner behielt von Rechtsaußen die Ruhe und schob gekonnt ins lange Eck (2:0/36.). Schon vor dem Halbzeitpfiff hätten sich die spielerisch kaum befreiten Gäste über einen hohen Rückstand nicht beschweren dürfen. Immerhin belohnte sich die Reißig-Elf mit ihrem dritten Treffer. Christoph Senfs abgefälschter „Hybrid-Ball“ – halb Flanke, halb Torschuss – vollendete Arthur Seiler per Vollspann am langen Pfosten (3:0/45.).
Hätte zum Gang in die Kabine lediglich eine „Eins“ vorne gestanden, wäre Reißigs Pausenansprache wohl deutlich unentspannter ausgefallen. So konnte er seine Jungs ermutigen, Kräfte zu bündeln, das nächste Tor zu erzwingen und gegen die schon jetzt konditionell angeschlagenen Gäste für eine Entscheidung zu sorgen. Dennoch sollte alle Eckardtshäuser gewarnt sein: Ein Gegentor reichte im Oktober, um ungeahnte Motivation freizusetzen; man erinnere sich an das Hinspiel, bei dem die Geißrainer mit 4:0 zur Halbzeit führten und am Ende nur hauchdünn 4:3 siegten – an diesem sonnigen Samstagnachmittag sollte alles anders kommen. Mit dem ersten Torschuss des zweiten Durchgangs veredelte Daniel Hering einen tollen Laufpass von Dominik Kaßner zum 4:0 (48.). Der nächste Angriff resultierte in einem Fußtreffer an Benjamin Zirpel. Mit einem platzierten Schuss vom Elfmeterpunkt schraubte der Gefoulte höchstpersönlich sein Torkonto an Pflichtspieltreffern auf 199 (5:0/50.). Mit Tom Haide und Tobias Hüttig wirbelten nun zwei frische Kräfte offensiv mit und sahen, wie Daniel Hering binnen sechs Minuten seinen Hattrick erzielte. Erst war er Nutznießers von Zirpels Querpass und ließ mit strammen Schuss Dietzel keine Chance (6:0/59.). Anschließend drückte Hering eine seitenverlagernde Flanke des umtriebigen Toni Berndts mit der Innenseite ins Netz (7:0/65.). Mittlerweile hatte auch auf dem Sportplatz die Runde gemacht, dass Benjamin Zirpel sehr nah dran an seinem 200. Jubiläumstreffer sein könnte. Als gerade ein Blick in die Statistik erfolgte, war es auch schon soweit: Tobias Hüttig, tagszuvor noch Torschütze bei den Alten Herren, legte für Zirpel auf, dessen Flachschuss mit der Innenseite in die rechte Ecke nicht typischer hätte fallen können (8:0/67.). Gratulation, lieber Benni! Allein in Pflichtspielen 200 Treffer zu erzielen, ist eine Zahl, die perspektivisch unüberbietbar zu sein scheint und zeigt, wie wichtig Benni in den letzten 18 Jahren für unseren Verein ist und war. Ein „Best Of“ würde ein breites Repertoire an direkten Freistoßtoren, Direktabnahmen, platzierten Elfmetern, vereinzelt auch Kopfballtreffern und vor allem einem immer bescheiden gebliebenen Benni in blau-gelbem Trikot zeigen. Nicht weniger umjubelt war das neunte Tagestor, bei dem Tom Haide Nutznießer von Steven Neumanns missglücktem Annahmeversuch am langen Eck war. Der Joker hielt seinen Schlappen dran und sorgte für „Haides Zweites“ im Eckardtshäuser Trikot (9:0/70.). Langsam, aber sicher, näherten sich die Geißrainer einem fast schon unheimlichen Torlauf. Meimers war offensiv abgemeldet und gegen den Ball kaum noch anwesend. Wieder boten sie auf Linksaußen Steven Neumann zu viel Platz, dessen Seitenwechsel genau bei Daniel Hering landete und seinem Viererpack binnen 23 Minuten den Weg bereitete (10:0/71.). Ein Handspiel sorgte für den nächsten Strafstoßpfiff, zu dem sich Tommy Mengis in die Torschützenliste eintragen und sein Elfertrauma von Kaltenlengsfeld besiegen wollte. Gesagt, getan, 11:0 (77.). Da war sie nun, die magische Zahl; jene Schallmauer, der es keiner Geißrainer Mannschaft in einem Pflichtspiel gelang, zu durchbrechen. Und es schien wieder auf dieses Szenario hinauszulaufen. Ein Zirpel-Freistoß klatschte an den Querbalken, Herings Nachschuss schellte ebenfalls am Aluminium (81.). Drei Minuten vor dem Schlusspfiff geschah es aber doch noch, als sich nämlich der trotz etwas Pech am Schuh 90 Minuten lang rackernde Steven Neumann als siebter Tagestorschütze erfolgreich war und den Torrekord von elf Treffern brach (12:0/87.).
Schiri Schmidt packte keine Nachspielzeit drauf und erlöste damit alle Gästekicker. Ein Fiebertraum am Geißrain, der den Jungs von Martin Reißig zwar nur drei Punkte brachte, aber den Lohn für eine zu keinem Zeitpunkt unkonzentrierte, nachlassende Leistung auch in dieser Höhe verdient zeigt. Selbstredend profitierte der SV 49 vom Fehlen einiger Meimerser Stammkräfte, doch zogen sie das geforderte Spiel von vorne bis hinten durch. Mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen kann das Team nun einmal mehr gestärkt in die schwere Aufgabe am kommenden Samstag, 25. April 2026, daheim gegen die SG VfB 1919 Vacha III gehen – vielleicht ja wieder mit dem ein oder anderen Zuschauer mehr auf dem Geißrain.
(Arthur Seiler)
Aufstellung:
Panagiotis Morkos, Tommy Mengis, Toni Berndt, Lukas Huhn, Dominik Kaßner (Tobias Hüttig 60.min), Christoph Senf, Arthur Seiler (Tom Haide 55.min), Marc-Kevin Kaßner, Benjamin Zirpel, Daniel Hering, Steven Neumann
Karten:
Gelb – Arthur Seiler
SG Meimers – 1mal Gelb
Schiedsrichter:
Lukas Schmidt
Wie immer ein großes Dankeschön an Jessie für die tollen Fotos!


